oikos Vienna

students for sustainable economics and management


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CHALLENGE OUR ECONOMY

Bei oikos Vienna wird immer am Beginn des Studienjahres ein Thema beschlossen, welches den Rahmen für Talks oder auch Social Media Kampagnen bildet. Das Jahresthema ist der rote Faden für alle Dinge, die während dem Jahr gemacht werden. Dieses Jahr haben wir uns für das Thema „CHALLENGE OUR ECONOMY“ entschieden – doch was bedeutet das eigentlich?

Das tolle an unserem diesjährigen Jahresthema ist, dass es sehr offen ist. Es umfasst das grundlegende Hinterfragen unseres momentanen Wirtschaftssystems sowie die Entwicklung von neuen Möglichkeiten des Wirtschaftens und der Systemgestaltung. Dadurch wird ermöglicht, dass jeder und jede bei oikos Vienna die Möglichkeit bekommt, sich innerhalb des Jahresthemas entfalten zu können und seine und ihre Vorstellungen von einer nachhaltigen Zukunft in Projekten umzusetzen. Denn für eine nachhaltige Zukunft braucht es nicht nur einen Blickwinkel, sondern so viele Perspektiven wie möglich und das kann nur durch Diversität erreicht werden. Für jeden einzelnen und jede einzelne kann unser diesjähriges Jahresthema etwas anderes bedeuten und er oder sie kann sich genau deswegen darin wiederfinden.

Um euch ein paar kleine Denkanstöße zu geben und eine Idee davon zu bekommen, was das Jahresthema für den diesjährigen Vorstand bedeutet, habe ich mich ein bisschen bei meinen Kolleginnen umgehört und sie gefragt: „Was bedeutet das Jahresthema für dich persönlich?“

Hier kommen die Antworten:

Für unsere Präsidentin Helene bedeutet es eine Antwort, oder verschiedene Antworten, auf die Frage zu finden, wie zukunftsfähiges Wirtschaften aussehen kann. Ihr sind Themen wie Degrowth, feministische Ökonomie und plurale Ökonomie wichtig, weswegen sie auch schon einen Expert Talk zum Thema alternativen Wirtschaften mit Dr. Christian Rammel vom Institute for Ecological Economics der WU geplant hat. Wenn ihr euch auch für diese Themen interessiert, hat sie einen Tipp, wo ihr mehr dazu erfahren könnt: Die Homepage Exploring Economics.

Für Susan, unsere HR Vorsitzende, bedeutet das Jahresthema ein offener und freier Raum, in dem jede Frage Platz hat. Kritisch zu hinterfragen und vor allem ungewöhnliche Lösungen zu den großen Fragen unserer Zeit werden genau jetzt gebraucht. Wir sind nicht nur Konsumentinnen und Konsumenten, die mit ihren Konsumentscheidungen tagtäglich Einfluss nehmen auf unser Wirtschaftssystem, nein wir sind auch die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der Zukunft. Daher sind Diskussionen von theoretischen Modellen wie bspw. Degrowth genauso wesentlich wie das gemeinsame Arbeiten an einem nachhaltigen Lebensstil, das bei unseren Workshops passieren soll.

Unsere Finance Vorsitzende Lia stellt sich unter dem Jahresthema das folgende vor: Challenge our economy bedeutet für mich bestehende Modelle der Wirtschaft zu hinterfragen und gemeinsam (bei oikos) innovative und nachhaltige Lösungen zu finden, die nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesellschaft langfristig verbessern, und ebenfalls einen rentablen Ansatz für die Wirtschaftssubjekte anbieten. Wir fordern die Wirtschaft heraus, indem wir sie nicht nur kritisch betrachten, sondern auch eine von ihr nachhaltige Wende fordern!

Zum Schluss habe ich mir auch noch selbst überlegt, was das Jahresthema für mich bedeutet. Für mich persönlich ist es nur möglich die Wirtschaft, das System und die Gesellschaft nachhaltig zu verändern, wenn alle daran beteiligt sind. Gerade in der Debatte über ökologische Nachhaltigkeit ist es wichtig, dass wir diejenigen, die erst am Anfang stehen, nicht ausschließen, und, dass wir nicht vergessen, dass auch wir selbst irgendwann mal Einwegflaschen und Plastiksackerl verwendet haben und unser Leben nicht von einem Tag auf den nächsten geändert haben. Wenn wir unser Wirtschaftssystem herausfordern möchten, müssen wir auch denjenigen zuhören, die bisher noch keine nachhaltige Lösung für sich gefunden haben, und mit ihnen gemeinsam neue Wege finden.

Ganz besonders interessiert es uns aber auch, was für dich unser Jahresthema bedeutet und was für Ideen du dazu hast. Lass es uns wissen, als Kommentar, über Social Media oder persönlich 🙂

written by Beata

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Naht die Rettung der Weltmeere?! – The Ocean Cleanup ist gestartet

Das vielversprechende Projekt The Ocean Cleanup vom 24-jährigen Boyan Slat und seiner eigens dafür eingerichteten Stiftung ist Anfang September gestartet. Der Niederländer möchte mit seinem Projekt die Weltmeere von 50% des Plastikmülls befreien. Das 600 Meter lange System steuert derzeit im Pazifik auf den größten Müllstrudel der Erde zu und wird dort Plastikmüll zusammentreiben und einsammeln. Der pazifische Müllstrudel zwischen Kalifornien und Hawaii ist in etwa viermal so groß wie Deutschland. Es gibt zudem vier weitere Plastikstrudel in den Ozeanen. Das System, das den Müll einsammelt, besteht nach Angaben der Organisation aus einer schwimmenden Wand, die Plastikteile in einer Tiefe von bis zu drei Metern zusammentreibt. So soll der Müll gesammelt und von Schiffen abtransportiert werden. Die im Meer lebenden Tiere sollen unter der Wand hindurchschwimmen können.

Viele WissenschaftlerInnen loben das Projekt, da es vor allem Aufmerksamkeit generiert für ein weltweites und sehr gravierendes Problem. Dennoch kritisieren einige von ihnen, dass das Projekt zwar ein Symptom bekämpfe, aber das eigentliche Problem des Plastikverbrauchs, das an Land entsteht, nicht thematisiert wird. Der Meeresforscher Mark Lenz vom Geomar in Kiel sagte in einem Interview der ZEIT ONLINE, dass Slat mit seinem Team innerhalb von fünf Jahren ungefähr 35.000 Tonnen Plastikmüll einsammeln möchte. Das sei zwar eine riesige Menge, doch im Vergleich verschwindend gering: „Das sind geschätzt 0,5 Prozent des Plastiks, das pro Jahr in die Weltmeere gelangt.“ Für Lenz steht fest, dass das Müllproblem an Land gelöst werden muss. Außerdem sei ein Großteil des Plastikmülls im Meer nicht an der Meeresoberfläche zu finden, vor allem Mikroplastik sei von den Filteranlagen nicht erreichbar, da es an den Meeresboden sinkt. Laut Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut wissen wir derzeit nicht, wo 99 Prozent unseres Plastikmülls in den Meeren gerade sei.

Wie seht ihr das? Ist das Projekt eurer Meinung nach sinnvoll oder sollten wir uns darauf konzentrieren, weniger Plastikmüll zu produzieren? Seid ihr schon dabei Plastikmüll in eurem Alltag zu reduzieren? Schreibt einen Kommentar und teilt eure Meinung!

written by Susan


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Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Die Sommerferien haben begonnen, und viele von euch machen sich schon bereit für den wohlverdienten Urlaub. Immer wenn ich meinen Koffer packen muss, überkommt mich allerdings das schlechte Gewissen, weil ich mich daran erinnere, dass man beim Reisen meistens seinen ökologischen Fußabdruck vergrößert und die Umwelt belastet. Falls es euch auch so geht, dann habe ich heute ein paar Tipps und Tricks für euch, wie ihr zumindest eure Packliste ökologischer machen könnt.

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Weniger reden, mehr Action – Austrian World Summit

Unter dem Motto „Weniger reden, mehr Action“ versammelten sich am 20. Juni in der Wiener Hofburg zahlreiche Experten und Engagierte rund um das Thema Klimaschutz. Mit dem Austrian World Summit will die von Arnold Schwarzenegger ins Leben gerufene Organisation, R20 Regions of Climate Action, ein positives Zeichen für den Klimaschutz setzen. Das Programm bot neben hochkarätigen Redner*innen, am Nachmittag auch zahlreiche Best-Practice Beispiele aus den Bereichen Politik, Cities & Regions, Projekte und Investments. Weiterlesen


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SDG 6 – Wasser und Sanitärversorgung für alle

Man dreht den Wasserhahn auf und es fließt sauberes, einwandfreies Wasser. Eine Selbstverständlichkeit für Menschen im globalen Norden, doch immer noch eine Utopie für etwa 663 Millionen Menschen weltweit. Noch kritischer ist die mangelnde Sanitärversorgung. Eine Verbesserung ist nicht nur eine Frage der Würde, sondern in der ersten Linie eine der menschlichen Gesundheit und Sicherheit.

Anspruch auf reines Wasser und Sanitärversorgung ist 2010 zu allgemeinem Menschenrecht erklärt worden. Aber wer kann sicherstellen, dass alle auch tatsächlich einen Zugang zum sauberen Trinkwasser haben? Das verbleibt weiterhin eine der größten Herausforderungen für die Gesellschaft.

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SDG 16: Peace, Justice and Strong Institutions

Das SDG 16, als Teil der von der UN ins Leben gerufenen 2030 Agenda, möchte in seinen Ansätzen friedliche und inklusive Gesellschaften schaffen, die notwendig sind um die verfolgten Ziele zur globalen, nachhaltigen Entwicklung zu erreichen. Das umschließt die Bereitstellung von Zugang zu funktionierenden Rechtssystemen für alle, sowie den Aus- und insbesondere Aufbau effektiver, verantwortungsbewusster und inklusiver Institutionen auf allen Ebenen.

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SDG 11: Sustainable cities and communities – Abfallwirtschaft in Österreich

Unser diesmonatiges SDG Nummer 11 beschäftigt sich mit „sustainable cities and communities“. Viele Themenbereiche kann man mit diesem „Sustainable Development Goal“ behandeln- ich habe mich für die Thematik Müll entschieden. Ich denke, dass sich bisher nur wenige von uns wirklich damit auseinandergesetzt haben, was mit dem Müll, den wir alle produzieren, eigentlich geschieht bzw. wie die Müllentsorgung und Abfallwirtschaft in Österreich organisiert sind. Viele involvierte Akteure und Institutionen in diesem Zusammenhang machen es nicht gerade einfacher hier den Überblick zu bewahren, weshalb ich im Folgenden versuchen werde, für Klarheit zu sorgen.

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