oikos Vienna

students for sustainable economics and management


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Nobody is perfect

Hast du schon mal etwas von Eco-Anxiety gehört? Als ich das erste mal über diesen Begriff gestolpert bin wusste ich nicht so recht, was damit gemeint ist. Wie sich herausstellt ist er entstanden, um die Gefühle, die viele Menschen angesichts der Klimakrise habe, zu beschreiben. Anders als bei Angststörungen, die als Krankheit klassifiziert sind, handelt es sich hierbei aber um eine normale und, um ehrlich zu sein, auch angemessene Reaktion; vor allem wenn man bedenkt, dass wir davon ausgehen müssen, dass die Zukunft unseres Lebensraums auf dem Spiel steht. Eigentlich ist der Begriff, zumindest für mich, total praktisch, denn ich habe endlich ein Wort gefunden, um meine Gefühle zu beschreiben. Ich wusste gar nicht wie befreiend das sein kann.

Prinzipiell vergeht kein Tag mehr an dem ich nicht an den Klimawandel und seine Folgen denke. Trotzdem ist meine emotionale Reaktion nicht jeden Tag die Gleiche. An manchen Tagen kann ich mit dem Gedanken leben, dass ich als Einzelperson nur einen limitierten Einfluss auf die Geschehnisse habe, und, dass es trotzdem wichtig und richtig ist mich jeden Tag aufs neue zu bemühen mein Leben sozial und ökologisch nachhaltiger zu gestalten. Und dann gibt es Tage wie den heutigen, an denen mich der Klimawandel einfach unheimlich stresst und in Angst versetzt. An diesen Tagen beginne ich zu zweifeln, ob mein Beitrag denn tatsächlich etwas ausrichten kann und gleichzeitig schäme ich mich für jeden kleinen Ausrutscher in meinem Vorhaben, den Klimawandel zu stoppen.

Ich könnte heulen wenn ich daran denke, dass ich trotzdem wieder eine Fast-Fashion Jeans für wenig Geld gekauft habe, oder dass mein letzter Lebensmitteleinkauf nicht zu 100% bio, regional und vegan war. Ich fühle mich schlecht wenn ich daran denke, dass ich zwar jeden Tag meine wiederbefüllbare Flasche verwende aber trotzdem einmal einen Kaffee zum Mitnehmen in einem Wegwerfbecher getrunken habe. Aber seien wir mal ehrlich, mit uns selbst und unserem Umfeld: Niemand ist perfekt und auch wenn ich es nicht jeden Tag schaffe ein komplett nachhaltiges Leben zu führen, ich gebe mein Bestes. Und das muss reichen!

Das geht raus an euch alle, die ihr euch ähnlich fühlt. An alle, die ihr glaubt ihr macht nicht genug, nur weil ihr nicht perfekt seid. An alle, die ihr versucht jeden Tag euer Bestes zu geben. An euch alle, die Seite an Seite für Klimaschutz eintreten. An euch alle, die zwischendurch mal eine Erinnerung brauchen, dass es ok ist nicht perfekt zu sein. Was wirklich zählt ist, dass ihr nicht aufgebt und es weiter versucht; jeden Tag aufs neue.

written by Beata  


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Students for Sustainable Development – Oikos Vienna supporting the International Conference on Climate Action

Kathrin Zirn, sustainability masters student and member of Oikos Vienna,  spent the last days at the International Conference on Climate Action(ICCA 2019) in Heidelberg and supported the Youth Climate Summit as a moderator. In a wide range of workshops, young people from 15 countries worked on specific political demands that were then presented to leaders, mayors and politicians from around the globe. The ICCA serves as a preparatory event for the next Global Climate Action Summit in September 2019, with a special focus on cities and local action. Thus, leaders gathered in Heidelberg to redesign their policies and targets in line with the < 2 degrees Paris Agreement (as with current plans we are heading towards 3-4 degrees global warming).

One highlight was a workshop named “Levers for System Change” in collaboration with Katharina Umpfenbach, senior fellow at the political consultancy institute Ecologic Berlin. In this workshop, students explored the underlying rules of our economic system, the homo economicus and externalized costs. Also, societal practices, their components and roots, as well as ways to change practices were discussed. As a result it was visible that the real social context of policy tools is too often underestimated in current policy making. In a reflection on possible transition management, many ideas were collected on how to improve ecological problems in transport, energy and food from a social and economic perspective.

Other interesting workshops that took place covered Climate Justice and Adaptation, City Planning and Sustainable Land Use. The excitement and youth engagement was real!

Seeing the creativity and determination of our youth, a sustainable transformation in line with the UN Agenda 2030 seems more and more possible.

Our warmest gratitude goes to Amany van Oehsen, Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), the German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation, Building and Nuclear Safety (BMUB), Climate Analytics and Ecologic Institute.

written by Kathrin


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Klimafreundliche Ernährung: Teil 3

Produkte aus biologischem Anbau

Neben der Förderung von Regionalität und Saisonalität von Produkten in Wien gibt es auch Möglichkeiten zur Senkung des CO2-Fußabdrucks bezogen auf biologische Lebensmittel. Durch den schonenden Anbau von Bio-Nahrungsmitteln entstehen rund 20 –25 % weniger Treibhausgasemissionen verglichen mit dem konventionellen Anbau. Das Konzept des Urban Farmingskann auch unter ökologischen Bedingungen erfolgen, wodurch regionale, saisonale und biologische Produkte als WienerIn eigens angebaut werden können.

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Klimafreundliche Ernährung: Teil 2

Saisonale und regionale Ernährung

Saisonale und regionale Lebensmittel verursachen einen weit geringeren Wert an Treibhausgasen als Lebensmittel auf die dies nicht zutrifft.

„Da in einer bestimmten Region immer nur eine Saison vorliegt, lässt sich sagen, dass eine regionale Ernährung immer mit einer saisonalen Ernährung gleichzusetzen ist. Betrachtet man die Thematik umgekehrt, so fällt auf, dass eine saisonale Ernährung keinerlei Einschränkungen bedingt ist. So ist immer an einem Ort der Erde Sommer, von woher Obst- und Gemüsesorten importiert werden können. Hauptsächlich relevant ist daher die Thematik Regionalität!“

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Klimafreundliche Ernährung: Teil 1

Wie wir alle wissen, stellt der Klimawandel eine der größten Herausforderungen der heutigen Gesellschaft dar. Dabei sollte man allerdings nicht nur mit einer Menge Respekt an die Thematik herantreten, sondern auch handeln, handeln, handeln!

Der CO2-Fußabdruck

Um sein eigenes Konsumverhalten mal objektiv zu reflektieren, kann ich euch online Test des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus zum CO2-Fußabdruck empfehlen: https://www.mein-fussabdruck.at/

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Fast Travel < Slow Travel

Kaum wird Wien mit ein paar Sonnenstrahlen Ende Februar beglückt, so beginnt das Summerfeeling. California Dreaming, ab an den Strand oder fremde Kulturen entdecken. Fast jeder hat seine eigene Bucketlist von der man schnellstens so viele Abenteuer wie nur möglich abhaken will. Alle sind Travel-Addicted und durch billige Flugpreise, werden einem günstige Fernreisen nur so hinterhergeworfen. Dass das einen Haken haben muss, ist uns ja wohl allen klar!

Und genau deswegen gibt es jetzt auch eine neue Bewegung, die das Ganze einmal kritisch hinterfragt. Was passiert, wenn wir so weitermachen? Können zukünftige Generationen die Welt auch noch so wunderschön erleben, wie wir es heutzutage tun können? Was muss und kann ich an meinem Reisestil ändern, damit dieser sozial und ökologisch rücksichtsvoll ist?

Slow Travel – was ist das?

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Mit dem Individualisierungstrend stieg das Interesse nachhaltiger und langsamer zu reisen, fernab von massentouristischen Erlebnissen und Sightseeing. In einer aktuellen Studie des Deutschen Tourismusverbandes geben 44% aller Befragten an, dass ihr Urlaub sozial und ökologisch nachhaltig sein soll.

Dabei hat ein Ausflug ins Grüne noch lange nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Falls ihr mal auf der Suche nach einem Slow Travel seid, so werdet ihr sicher mit den Begriffen „Naturtourismus“, „Ökotourismus“ und „Nachhaltigem Tourismus“ konfrontiert; deshalb hier eine kurze Übersicht:

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Planetary Health Diet & Fizz Free February – Jeden Monat ein neuer nachhaltiger Ernährungs-Trend

Planetary Health Diet

Erst vor kurzem haben ForscherInnen einen neuen, sowohl gesunden, als auch nachhaltigen Speiseplan entwickelt. Denn mit der richtigen Ernährung könnten wir als Menschheit Millionen Tode jährlich und die Zerstörung des Planeten verhindern.

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