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CAP – how lobbyists pull the strings behind the scenes

Immense disappointment after a  majority of EU – parliamentarians voted in favor of the CAP – proposal, on Friday 23rd October 2020. Several environmental organizations as well as the Green Party are now demanding the Commission to reject its proposal for the upcoming funding period.

What is the CAP?

CAP stands short for Common Agricultural Policy. Launched in 1962, the CAP is a common policy for all member countries, with the aim of securing farmer’s income, food supply, and fostering agricultural productivity within the EU. Since its launch the CAP holds the largest position in the European budget. In 2018 almost 71 % of the total CAP – subsidies (€ 41,74 billion out of € 58,82 billion) were dedicated to income support.

What is problematic about the CAP?

The CAP has harshly been criticized for its unequal distribution of subsidies and its missing environmental regulations. After the budget has been distributed to member countries, based on a proportional calculation, the member states distribute the money to farm companies.

The amount of money each company gets is calculated mainly – and this is the big problem – according to the area of operation and its production capacity. Regardless of their environmental contributions or, conversely, how much they harm it. (Ecosia Blog, 2020)

This results in the strengthening of the industrialized farming industry and in the weakening of small farms with organic production.

What has been decided on October 23?

The next funding period for the CAP from 2021 to 2027 has been negotiated since last year. On October 23, 2020 the MEPs voted in favor for a new proposal of its design. Despite some poor attempts, this new proposal does not include any substantial changes regarding environmental protection or the abolishment of direct payments to the largest faming industries.

Merely 30% of each received subsidy is bound to rather voluntary ecological regulations (so called Eco – Schemes). Only 10% of the soil used for agriculture shall be dedicated to the conservation of biodiversity. However, this requirement is not legally binding. (DNR, 2020)

How environmental organizations react to the new CAP proposal

Environmental organization as well as several climate youth associations and the Green Party of the EU are furious about the vote. They claim that the new proposal is a step backwards in reaching the Paris Agreement targets and not in line with the European Green Deal.

Source: Twitter @GreenpeaceEU 20.10.2020

Greenpeace EU agriculture policy director Marco Contiero said: “The EU farm plan, as it stands, represents only the interests of the biggest industrial producers and the richest land-owners. Ordinary farmers and nature have been cast aside by a handful of powerful MEPs with conflicts of interest, and the EU’s climate goals jeopardised. Billions of euro of public money will drive farming further into climate catastrophe, unless the European Commission scraps this plan and starts fresh.” (Greenpeace press release, 23.10.2020)

written by Isabella P.

Sources:

DNR (2020): Nach der GAP-Abstimmung: Reaktionen und wie geht es weiter? Von deutscher Naturschutzring, am 29.10.20. Online available at: https://www.dnr.de/eu-koordination/eu-umweltnews/2020-landwirtschaft-gentechnik/nach-der-gap-abstimmung-reaktionen-und-wie-geht-es-weiter/ (accessed October 30, 2020).
Ecosia Blog (2020): Vote this Cap down. From Fátima on 23 October, 2020. Online available at: https://blog.ecosia.org/vote-the-cap-down-save-europes-future/ (accessed October 30, 2020).
European Commission (2018): The common agricultural policy at a glance. Online available at: https://ec.europa.eu/info/food-farming-fisheries/key-policies/common-agricultural-policy/cap-glance_en#thecapafter2020 (accessed October 30, 2020).
Greenpeace (2020): EU Commission must withdraw farm plan after Parliament failure, says Greenpeace. Online available at https://www.greenpeace.org/eu-unit/issues/nature-food/45213/eu-commission-must-withdraw-farm-plan-after-parliament-failure-says-greenpeace/ (accessed October 30, 2020).

For detailed information about the proposal:

https://wwfeu.awsassets.panda.org/downloads/report_on_last_chance_cap.pdf

https://www.politico.eu/article/5-key-elements-of-the-emerging-cap-deal/


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CORONA VIRUS – DIE CHANCE FÜR EINEN ÖKOLOGISCHEN NEUANFANG

“Only a crisis – actual or perceived – produces real change. When that crisis occurs, the actions that are taken depend on the ideas that are lying around”.

– Milton Friedman

Naomi Klein, die kanadische Bestsellerautorin (u.a. “Shock doctrine – the rise of disaster capitalism” und “This changes everything – capitalism vs. the climate”), Aktivistin und renommierte Kapitalismuskritikerin, beschreibt in ihrem Beitrag „How to beat Corona Virus Capitalism”, wie man Krisenzeiten nützen kann, um alternative Ideen durchzusetzen. Milton Friedman, ein prägendes Mitglied der neoliberalen Schule, nutzte Krisen historisch, um die Doktrin der freien Märkte durchzusetzen, den Überwachungsstaat auszubauen, Kapital noch stärker zu konzentrieren und staatliche Sozialleistungen abzubauen.

In solchen Krisen, müssen aber nicht unbedingt immer Banken gerettet werden, multinationale Konzerne Gewinne einfahren und autoritäre politische Maßnahmen durchgesetzt werden. Jede Krise birgt auch die Chance umzudenken sowie alternativen Lebens- und Wirtschaftskonzepte zu verbreiten. Wie wäre es mit einem nachhaltigeren Umgang vom Menschen zur Natur, als Neudefinition des aktuellen Wirtschaftsbegriffs?


Gerade der Corona Virus zeigt auf, dass unser System nicht nachhaltig ist; dass globale Wirtschaftsketten riskant sind, Finanzmärkte entkoppelter von der Realwirtschaft nicht sein könnten und ein massiver Ausbau der Gesundheitsstrukturen, verbunden mit anderen Sozialleistungen, längst überfällig ist. Diese Zeit ist eine Chance unser Wertesystem von Profit auf Solidarität umzumünzen, „Humankapital“ wieder wertzuschätzen und dieses abstrahierte Gebilde von „Wirtschaft“ welches uns völlig entgleist ist, wieder respektvoll in unsere Umwelt einzubetten.

Mach mit und werde Teil der Transformation!

Auch wenn oft der Gedanke kommt „Was kann ich denn schon verändern?“ Wir denken, dass jeder Beitrag zählt, mag er auch noch so klein sein. Wenn du damit deinem sozialen Umfeld vielleicht ein Vorbild bist, expandiert die Idee (eine positive virale Ausbreitung).

Hast du es z.B. auch satt, bei den Supermarktketten immer das dreifach in Plastik verpackte Obst und Gemüse aus Übersee zu kaufen? Hast du keine Lust mehr Essen zu bestellen, von dem du keine Ahnung hast woher die Zutaten kommen und wie sie verarbeitet wurden? Dann wirf doch mal einen Blick auf die EcoMap (https://ecomap.global/). Die EcoMap ist eine alternative Suchmaschine, für nachhaltige Shops und Restaurants, die zurzeit auch online Bestellungen entgegennehmen.


Wenn du nicht mehr dazu beitragen willst, dass die Umsatzzahlen von Amazon exponentiell in die Höhe schießen, dann sieh dir doch regionale Alternativen an. Wie zum Beispiel, diese in der Corona-Krise neu gestaltete Website: https://www.nunukaller.com/. Nunukaller ist eine alternative Plattform für den österreichischen Handel.


Wenn dich das zu Hause herumsitzen nervt und du dich irgendwo solidarisch engagieren möchtest, dann gibt es zur Zeit genügend Nachfrage. Z.B. ziehen drei oikos Vienna Mitglieder derzeit eine Plattform auf: https://www.oikosvienna.at/helfen-wien/, durch die du dich daran beteiligen kannst, deine Wiener Lieblingsorte mit dem Erwerb von Gutscheinen zu unterstützen.


Oder sträubst du dich derzeit einfach die Main-Stream Medien zu konsumieren, in denen stündlich neue Eindemmungsmaßnahmen verhängt und Krankengeschichten Publik gemacht werden? Dann hol dir doch ab und an Inspiration bei ausgewählten Nachrichtenportalen, die sich auf „positive formulated news“ fokussieren. Wie zum Beispiel https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/. Der renommierte Zukunftsforscher stellt eine positive Re-gnose zu Post-Corona auf.

In diesem Beitrag wurden nur ein paar wenige Beispiele aufgezeigt, die aber davon zeugen, dass es bereits Alternativen gibt und diese nicht hoffnungs- oder machtlos sind.

 “Moments of shock are profoundly volatile. This is no time to lose our nerve, the future will be determined by whoever is willing to fight harder for the ideas they have lying around”.

– Naomi Klein


written by Isabella P.

Links, zum Nachlesen:

Corona Virus Capitalism – And how to beat it:
https://www.youtube.com/watch?v=niwNTI9Nqd8 (zum “Nachsehen” und “Nachlesen”)
https://www.youtube.com/watch?v=5lxwLHRKaB0&t=600s (für mehr Information)

EcoMap:
Achtung: Öffnungszeiten können aufgrund Covid-19 abweichen – nütze daher den vorhanden Link zur jeweiligen Website.


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Du träumst vom Wegfahren?

Gerade in der Zeit, in der man zu Hause sitzt, träumt man vom nächsten Urlaub und fernen Ländern!
Wann das wieder möglich sein wird, kann man im Moment noch nicht wissen, aber die Zeit bis dahin kann man nützen, um sich über umweltfreundliche Reisen zu informieren.

In Österreich allein haben wir eines der am besten ausgebauten Nachtzug-Netzwerke der Welt. Mit der zentralen Lage Österreichs kommt man mit einem Nachtzug direkt zu verschiedensten Städten in Italien, der Schweiz, Deutschland, aber auch zum Beispiel nach Kiew. Genial finde ich, dass die Reisezeit durch die Schlafmöglichkeit super effizient genützt wird! Also pack ein Buch ein und einen Polster und am nächsten Tag wachst du in einem neuen Land auf!

Mit dem Zug kommt man aber nicht nur in Europa gut und schnell von A nach B – auch für Fernreisen eignet sich das Zugfahren toll!


Vor beinahe 2 Jahren bin ich mit dem Zug bis nach Südostasien und zurück gefahren. Über die Ukraine, Estland, Russland, Kasachstan und China bin ich nach knappen 16 Tagen Anreise in Hanoi, Vietnam angekommen (natürlich mit Stopps in den am Weg liegenden Städten). Ich hatte nicht nur das Gefühl, tatsächlich einmal um die halbe Welt gefahren zu sein, sondern ich konnte mich durch die etappenreiche Reise auch schnell an das Klima, die Zeitumstellung und die Landschaft gewöhnen.


In Vietnam, Kambodscha, Thailand und Laos sind die Landverbindungen teilweise zwar noch nicht sehr stark ausgebaut, allerdings sind die Preise im Vergleich zu europäischen Zügen oder Bussen bei weitem besser, und sie werden auch mehr von den dort einheimischen Menschen genützt!

Zurück ging es für mich dann im Dezember 2018 über China (Peking), Sibirien, Moskau und Kiew. Eine Reise, in der ich innerhalb guter 2 Wochen von +36 Grad durch -25 Grad und zurück in Österreich bei 3 Grad angekommen bin. Auch pack-technisch eine Herausforderung, da ich natürlich keine Winterjacke für meinen Südostasien-Trip eingeplant hatte.

Doch warum ist das Zugfahren so wichtig?


Die Reise mit dem Zug produziert im Durchschnitt zwischen einem Drittel und 1/22 von den reinen CO2-Emissionen eines Flugzeugs. Zusätzlich muss man bei Flugreisen auch beachten, dass die Emissionen höher in der Erdatmosphäre ausgestoßen werden und dadurch einen stärkeren Einfluss auf den Klimawandel haben. Berechnet man dies ein, verdoppelt sich die Zahl der ausgestoßenen Emissionen und der Ausstoß des Zuges im Vergleich beträgt zwischen einem Sechstel und einem 1/42!

Die Ausstöße der Züge variieren stark abhängig von der Neuheit des Zuges, dem Antrieb, der Ausstattung, etc.

Obwohl Flugzeuge so einen starken Einfluss auf unsere Welt haben, sind Flugreisen nur für wenige Menschen zugänglich. Sie sind einer der stärksten Faktoren der fehlenden Klimagerechtigkeit. Während also Europäer für zwei Wochen nach Kambodscha fliegen, um dort die schöne Landschaft und faszinierende Kultur zu genießen, kämpfen die Menschen in Kambodscha durch die veränderten Regenzeiten um ihre Reisernte und damit um ihre Grundversorgung.

Daher nütz die Zeit, die uns das Coronavirus jetzt geschaffen hat, um dich über verschiedene Zugverbindungen zu informieren, wenn du deinen nächsten Urlaub planst. Sich einen groben Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten zu verschaffen dauert zwar ein bisschen, aber dabei kann man gut von anderen Städten und Erlebnissen träumen!

Bis dahin: bleibt zu Hause, pass auf dich und deine Mitmenschen auf, und freu dich, dass wir durch diese schwere Situation zumindest der Umwelt einen Moment zum Aufatmen geben!

PS: Wer noch einen Filmtipp für die Isolation braucht, der zum nachhaltig Reisen passt, kann sich „Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt“ anschauen! Mehr nachhaltige Filmtipps gibt’s auf unserem Instagramkanal unter dem Highlight „Movie Monday“ 🎞️

Be informed. Get involved. Make a difference. 💙

Written by Kathi R.


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Nachhaltigkeit im Internet

Damit die Erde für den Menschen weiterhin bewohnbar bleibt, muss sich etwas ändern, das ist nach Bewegungen wie „Fridays for Future“ oder „Extinction Rebellion“ auch den Letzten klar geworden. Themen wie die Reduktion von Plastikmüll oder das Verzichten auf konventionelle/fossile Energien wie Kohle werden dabei immer wieder aufgegriffen. Ein Faktor wird aber oft außer Acht gelassen: Wie ressourcenaufwendig das Internet ist.

Dass eine übermäßige Nutzung von Google, Netflix, Instagram und Co. dem Klima schaden kann, ist im ersten Moment vielleicht nicht offensichtlich. Denn wenn wir Plastiktüten verwenden, haben wir Bilder von Müllbergen im Meer im Kopf. Essen wir Rindfleisch, ist uns bewusst, dass wir damit eine Industrie unterstützen, die maßgeblich den Treibhausgashaushalt erhöht. Und fahren wir mit dem Auto, so wissen wir auch, dass jeder Liter Treibstoff eine Ressource verbraucht, die nicht in unendlichen oder nachwachsenden Mengen auf der Erde vorhanden ist.

Nutzen wir jedoch das Internet, trifft keine dieser Assoziationen zu. E-Mails sind eine günstige und leicht zugängliche Alternative zu Briefen. Amazon ermöglicht es uns, unabhängig von Ladenöffnungszeiten Käufe zu tätigen – egal wo man sich gerade befindet. Und Netflix und Co. ersparen uns den Weg zum Kino.

So viele Vorteile das Internet uns auch bringt, ressourcenaufwendig bleibt es dahingehend, dass es Strom und Datenspeicher benötigt. Mittlerweile enorm viel Strom und enorm große Datenspeicher. Google zufolge verbraucht eine Suchanfrage etwa 0,2 Gramm CO2. Anderen Hochrechnungen zufolge, wie etwa der des Harvard-Physikers Alex Wisser-Gross, sogar sieben Gramm CO2 pro Suchanfrage. Welche Zahl dabei stimmt, hängt von Faktoren wie etwa dem Suchbegriff oder der Schnelligkeit des Internets ab.

Doch was tun mit dieser Information? Sollte man nun auf das Internet verzichten, um die Umwelt zu schützen? Nein, denn in vielen Fällen ist es die weitaus ressourcenschonendere Alternative. Jedoch gibt es ein paar Tipps, die man befolgen kann, um möglichst klimafreundlich im Internet zu agieren:

1. Nutze klimafreundliche Suchmaschinen
Klar, der Terminus etwas „zu googlen“ ist mittlerweile fest in unserem Sprachgebrauch verankert. Was viele nicht wissen: Es gibt eine klimafreundlichere Alternative zu Google und die heißt „Ecosia“. Diese kostenlose Suchmaschine verwendet ihre Einnahmen, um Bäume zu pflanzen. Im Schnitt muss man 45 Mal suchen, damit ein Baum gepflanzt wird. Klingt cool, oder nicht? Aber es wird noch besser: Deine Suchanfragen werden nicht an Dritte weiterverkauft, so wie bei vielen anderen Suchmaschinen. Zusammengefasst:  Du pflanzt Bäume mit etwas, was du sowieso tun würdest und du bist sicher im Netz unterwegs. Ecosia ist sowohl für das Smartphone als auch den PC verfügbar. Mehr dazu unter: https://www.ecosia.org

2. Nutze die Browser- und Sprachsuche sparsam
Jede Suche verbraucht Energie. Um Umwege zu vermeiden, suche direkt in der Adresszeile oder benutze Lesezeichen für oft verwendete Webseiten. Vermeide die Browser- und Sprachsuche, wenn möglich, da beide Methoden viel Energie aufwenden.

3. Textnachrichten über Bildnachrichten
Klar, manchmal drückt ein bestimmtes Meme genau das aus, was du gerade fühlst und kommunizieren möchtest. Oder du hast dich stundenlang in der Küche bemüht, etwas Leckeres (oder zumindest Essbares 😉) zuzubereiten und möchtest es sofort mit deinen MitbewohnerInnen teilen. Bedenke jedoch, dass Bilddateien um einiges größer sind als Textdateien und nicht nur deinen Handyspeicher auffressen, sondern auch die Datenspeicher von WhatsApp und Co. Überlege deshalb lieber zwei Mal, ob die nächste Bildnachricht wirklich nötig ist, oder ob eine Textnachricht den Job auch tun würde.

4. Scrolle nicht sinnlos herum
Wir verstehen zwar, dass Scrollen auf Instagram ein gutes Mittel gegen Langeweile ist – energie- und zeitaufwendig ist es trotzdem. Die Rechner von Instagram, Facebook, Snapchat und Co. verarbeiten in sekundenschnelle Daten, um sie ihren Usern zur Verfügung zu stellen.
24 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche. Zusätzlich geben die meisten Nutzer an, auch ohne die Inhalte leben zu können. Frage dich deshalb immer: Scrolle ich gerade nur sinnlos herum, oder tue ich etwas, was einen Mehrwert für mein Leben hat? Falls dir durch den Verzicht dann doch langweilig wird, nutze beispielsweise heruntergeladene Hörbücher, Musik, Podcasts oder greife auch mal zu einer Zeitung oder einem guten Buch.

5. Lösche ungenutzte und überflüssige Accounts
Jeder hat sie, keiner braucht sie: In Vergessenheit geratene und ungenutzte Accounts auf allerlei Webseiten. Lösche solche Accounts und Newsletter von Webseiten, die du schlichtweg nicht nutzt oder brauchst. Dies gilt auch für dein E-Mail-Postfach, welches nicht nur vom dazugewonnenen Speicher profitiert, sondern auch der neuen Übersichtlichkeit. Dabei kann es helfen, gelesene E-Mails sofort zu löschen, auf die man später niemals zurückgreifen wird (beispielsweise Benachrichtigungen oder Werbung).

Es ist klar, dass man mit der Nutzung des Internets nie einen negativen ökologischen Fußabdruck erreichen kann, da immer Strom dafür benötigt wird. Darum geht es auch nicht – sondern darum, mit kleinen Schritten umweltbewusster zu handeln. Wir hoffen, dir mit diesen Tipps ein paar Denkanstöße gegeben zu haben.

Es sind keine großen Handlungen oder Veränderungen, aber um es mit den Worten des Journalisten und Schriftstellers Eduardo Galeano zu sagen: ,,Many small people, in small places, doing small things, can change the world.“

written by Lidia


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Rückblick zum oikos Vienna expert talk: Sustainable Finance mit Leiterin Österreich von ESG Plus

Sustainable Finance

Bisher waren Nachhaltigkeit und Fondssparen für mich zwei unterschiedliche paar Schuhe. Es fiel mir schwer mir vorzustellen, dass Fondssparen den Klimawandel positiv beeinflussen könnte. Beim oikos Vienna expert talk, der am 21. November 2019 an der Wirtschaftsuniversität Wien stattgefunden hat, wurde ich von Finanzexpertin und Leiterin Österreich von ESG Plus, Elisabeth Müller, eines Besseren belehrt.

Mit einem komplexen Tool gelingt es ESG Plus, Fonds auf ihre Nachhaltigkeit zu bewerten und das Resultat in eine „verständliche Sprache“ zu übersetzen. Das 2015 gegründete Unternehmen arbeitet vor allem im B2B Bereich, jedoch können seit neustem auch interessierte Privatpersonen mit der App CLEANVEST nach ökologisch-sozial verträglichen Fonds suchen. Einfach, verständlich und transparent. Damit ist ESG Plus das erste Unternehmen in ganz Europa (!), das auf dieses Service setzt.

Nachhaltiges Fondssparen dient nicht nur dem Zweck Anleger_Innen Alternativen am Finanzmarkt zu zeigen; es unterstützt gleichzeitig jene Unternehmen, die auf unsere Umwelt achten, soziale Ungerechtigkeit bekämpfen und nach innovativen Lösungen für die Probleme unserer Zeit suchen. Gerade in Anbetracht der Einflusskraft von Fonds auf unser Wirtschaftssystem ist es so wichtig die Unternehmen und die Gesellschaft darüber zu informieren, dass es auch Alternativen zum „business es ususal“ gibt!

Purpose Economy

Was haben die Firmen Bosch, Alnatura, DM und Rolex gemeinsam? Bei all diesen sind es die eigenen Mitarbeiter_Innen statt fremder Investoren, die Anteile am Unternehmen besitzen. Die Purpose Stiftung hilft Unternehmen dabei, ihre bereits an externe Stakeholder verkauften Anteile wieder „zurückzuholen“. Doch wieso wollen Unternehmen ihre Anteile überhaupt wieder in Eigenbesitz sehen? Auf diese Frage ging Armin Steuernagel in seinem Ted Talk zum Thema Purpose Economy, den wir uns nach dem Gespräch mit Frau Müller gemeinsam angesehen haben, genauer ein.

Stellt euch ein ordinäres Krankenhaus vor. Die Patient_Innen fühlen sich gut versorgt. Das Arbeitsklima ist harmonisch. Nun werden die Anteile am Krankenhaus an externe Investoren verkauft. Die Stimmung kippt. Die Patient_Innen werden unzufriedener. Das Personal fühlt sich unter Druck gesetzt. Woran liegt das?

Um dieses Phänomen zu erklären, zieht Herr Steuernagel eine Metapher heran. „Wir müssen uns das Unternehmen als Kind vorstellen, dessen Eltern die Gründer_Innen des Unternehmens sind. Die Gründer_Innen werden alles dafür tun, dass es dem Unternehmen (ihrem Kind) auch auf lange Sicht noch gut geht. Fremde Investoren hingegen kümmern sich nicht um die Langlebigkeit und das Wohl des Unternehmens, sondern zielen auf eine schnelle Rendite ab.“ Und genau darin sieht Herr Steuernagel die große Gefahr, Unternehmen an fremde Investoren zu veräußern.

Was mich am Ted Talk jedoch am meisten überraschte war folgendes: einen Großteil der Investoren machen Versicherungsunternehmen und Vorsorgekassen aus. Das bedeutet, dass unser Geld welches wir täglich an diese Institutionen leisten, in ein System der bedingungslosen Gewinnmaximierung geleistet wird, ohne dass wir uns über die negativen Folgen dessen im Klaren sind. Ein erschreckender Gedanke, den es sich bewusst zu machen gilt.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich meinen Abend, wenige Tage vor der Prüfungswoche, selten spannender und lehrreicher verbrachte habe, als mit diesem Event.

written by Felizia


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Die Jugendklimakonferenz hautnah

Von 8. bis 10. November fand zum 2. Mal die Jugendklimakonferenz (LCOY) in Wien/Österreich statt, an der ich die Möglichkeit hatte als Freiwillige mitzuarbeiten. Das Ziel der LCOY (Local Conference of Youth) ist es das Interesse von jungen Menschen für Klimafragen lokal voranzutreiben um einen Input für internationalen Konferenzen zu liefern. Die LCOY ist der nationale Ableger der internationalen Conference of Youth (COY), die unmittelbar vor dem Weltklimagipfel der UNO (COP- Conference of Parties) abgehalten wird. Die COP findet heuer zwischen 2. und 13. Dezember in Madrid statt.

Das Organisationsteam und ein kleiner Teil der Freiwilligen & TeilnehmerInnen

Bei der diesjährigen Jugendklimakonferenz gab es 55 Workshops zu den verschiedensten Themen wie Klimabildung, Ernährung, Umweltrecht, Nachhaltigkeit in Unternehmen, Umweltjournalismus, oder Mobilitätswende um nur einige Beispiele zu nennen. Unter den WorkshopleiterInnen befanden sich unter anderem VertreterInnen der TU Wien, der BOKU, Generation Earth, Global 2000, dem Ökobüro… und auch oikos international (durch Helene Dallinger) war vertreten 😉.

Meine Aufgabe als Freiwillige bestand darin an Workshops (die ich mir selbst aussuchen dürfte) teilzunehmen und die wichtigsten Punkte mitzuschreiben, die dann gesammelt zum Nachlesen erscheinen. Besonders interessant fand ich den Vortrag der Wiener Umweltanwaltschaft (WUA), die die Strategien der Stadt Wien dargelegten, um in Zukunft klimaneutral zu werden.

Abseits von den Workshops gab es noch viele andere Aktivitäten für die TeilnehmerInnen, wie ein Pub-Quiz, Diskussionsrunden und auch der Film „Guardians of the Earth“, ein Dokumentarfilm über den Weltklimagipfel 2015, wurde gezeigt. Ein persönliches Highlight war das köstliche und (zu 95%) vegane und regionale Essen auf der Konferenz, das von „Foodsharing“ und dem Küchenkollektiv „minimal.is.muss“ bereitgestellt wurde.

Ich fand die 3 Tage an der Konferenz (positiv) anstrengend, da ich viel neues Wissen und Eindrücke aufgenommen habe. Es war aber auch sehr motivierend und bestärkend, denn ich durfte so viele gleichgesinnte junge Menschen kennenlernen, die sich engagiert und unbeirrt für eine ökologisch und sozial gerechte Zukunft einsetzen.

Danke an alle die die LCOY 2019 in Wien möglich gemacht haben. Wir sehen und nächstes Jahr 🎉!

Written by Christina


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Nobody is perfect

Hast du schon mal etwas von Eco-Anxiety gehört? Als ich das erste mal über diesen Begriff gestolpert bin wusste ich nicht so recht, was damit gemeint ist. Wie sich herausstellt ist er entstanden, um die Gefühle, die viele Menschen angesichts der Klimakrise habe, zu beschreiben. Anders als bei Angststörungen, die als Krankheit klassifiziert sind, handelt es sich hierbei aber um eine normale und, um ehrlich zu sein, auch angemessene Reaktion; vor allem wenn man bedenkt, dass wir davon ausgehen müssen, dass die Zukunft unseres Lebensraums auf dem Spiel steht. Eigentlich ist der Begriff, zumindest für mich, total praktisch, denn ich habe endlich ein Wort gefunden, um meine Gefühle zu beschreiben. Ich wusste gar nicht wie befreiend das sein kann.

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Watchfox: Umweltrechtsentwicklungen in Österreich #3

Neue Erfindung: WKO-Anwalt zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich

Mit 1. Juli 2019 wurden der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) Parteienrechte in Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren (UVP-Verfahren) eingeräumt. Damit kann die WKO zukünftig in Form eines sogenannten „Standortanwalts“ zu Großprojekten (wie z.B. der dritten Piste am Flughafen Wien oder dem Lobautunnel) Stellungnahmen abgeben. Diese müssen dann von der Behörde bei ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigt werden.

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Filmvorführung und Diskussion zum Thema „Klimastreik: damals – heute?“

Am 18. Juni 2019 fand in Kooperation mit oikos Vienna, der ÖH WU und Greenpeace Austria die bislang dritte ÖH WU Movie Night an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien statt. Gezeigt wurde der Dokumentarfilm „How to Change the World“, der die Entstehungsgeschichte von Greenpeace untermauert mit echten Filmaufnahmen aus den 70ern schildert.

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Watchfox: Umweltrechtsentwicklungen in Österreich #2

Die Stadt der verlassenen Garagenparkplätze
Laut einer Studie der Stadt Wien gibt es in der Hauptstadt auf dem privaten Markt 17.000 permanent ungenutzte Garagenparkplätze. Zuzuschreiben ist dies unter anderem der sogenannten „Stellplatzverpflichtung“, die im Wiener Garagengesetz geregelt ist. Diese sieht vor, dass für je 100 m² Wohnnutzfläche ein Parkplatz zu schaffen ist. Baufirmen, die also planen ein neues Gebäude zu errichten, müssen auch immer darauf achten, ausreichend Parkplätze zur Verfügung zu stellen.

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