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Climate Action in Wien – Green Building

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Immer diese Rechnungen! Strom, Gas, Netzanschluss… ganz schön viel Energie, die wir so jeden Tag als Stadtmenschen verbrauchen. Und die schlägt sich nicht nur auf unseren Geldbeutel nieder, sondern vor allem auch auf die Umwelt. Wie also können Häuser effizienter, nachhaltiger, grüner gebaut werden? Und wenn man schon mal dabei ist, könnte man diese Konzepte nicht gleich auf eine ganze Stadt übertragen? Unter anderem mit diesen Fragen beschäftigt sich Green Building bzw. nachhaltige Städteentwicklung. Im Zuge des SDG 13 Climate Action haben wir uns diesen Fragen angenommen und stellen euch zwei Konzepte vor, die diese Ziele umzusetzen versuchen, zum einen die Seestadt Aspern und zum anderen die Idee von Passivhäusern.

Energieprojekt Seestadt Aspern

Seestadt? Das ist doch die U2 Endstation! So geht, beziehungsweise ging es mir wenn die Rede von Seestadt war. Das abgelegene Viertel im 22.

Vor 2 Wochen machte ich mich, nach 3 Jahren in Wien, aber doch auf den Weg nach Seestadt. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Seestadt Aspern neben einem einzigartigen Energieforschungsprojekt, eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas ist.

Im Vordergrund stehen die Zukunftsfragen rund um das Thema Energieeffizienz. Energie, Umwelt, Gebäudetechnik und intelligente Netze.

Um die Relevanz eines solchen Smart City Projektes zu verstehen ist hinzuzufügen, dass Städte für rund zwei Drittel des weltweiten Energieverbrauchs und bis zu 70 Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Ziel ist es daher auch im urbanen Leben dem Klimawandel den Kampf anzusagen. Für die Seestadt gibt es eine eigens eingerichtete Forschungsgruppe, die ASCR (Aspern Smart City Research), um neue Technologien direkt testen und auswerten zu können. Dabei sollen Antworten auf Zukunftsfragen, sowie eine nachhaltige Energieversorgung geliefert werden.

Aber wie genau kann man sich ein so riesiges Energieprojekt vorstellen, das über 22.000 Menschen versorgen soll?

Ich habe mir dazu das selbsternannte „energieeffizienteste Studierendenheim der Welt“ angesehen. Das GreenHouse wurde beim „Wiener Kongress für zukunftsfähiges Bauen“ im Januar 2016 mit Gold ausgezeichnet. Die ASCR erhebt Daten aus der Interaktion aus Erzeugung und Speicherung, Energienutzung, Verbrauchsverhalten der Studierenden und Entwicklung der CO2-Einsparungen.

Der Wiener Energielieferant „Wien Energie“ stellt dafür eine Photovoltaikanlage und einen Batteriespeicher zur Verfügung.

photovoltaikanlage-greenhouse

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Studierendenheims.

Die Photovoltaikanlage deckt bei voller Sonneneinstrahlung den kompletten elektrischen Bedarf des Heimes. Das inkludiert neben den über 300 Wohneinheiten auch die Warmwasseraufbereitung, sowie die Beleuchtung. Erzeugt die Photovoltaikanlage mehr Strom als dass dieser verbraucht wird, kommt der Batteriespeicher zum Tragen.

Generell nimmt die ASCR den kombinierten Betrieb von Wärmepumpen, Solarthermie-, Photovoltaik- und Hybridsolaranlagen sowie thermischen und elektrischen Speichern in Seestadt durch den Echtbetrieb unter die Lupe. Ziel ist es, gemeinsam mit den BewohnerInnen in den nächsten Jahren Erkenntnisse für einen effizienten Umgang mit Energie in der Praxis zu sammeln.

Neben dem GreenHouse Studierendenwohnheim, gibt es zahlreiche weiterer tolle und aufschlussreicher Projekte die großes Potential versprechen. Ein weiterer Besuch in der Seestadt Aspern wird daher wohl nicht lange auf sich warten lassen.

Quellen: http://www.aspern-seestadt.athttps://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/aspern-seestadt/

Passivhäuser

Die architektonischen und bautechnischen Möglichkeiten im Bereich Green Building, im Sinne von Materialien, Energieeffizienz, Langlebigkeit, sowie Abfallreduktion werden immer diverser.

Passivhäuser werden als Baulichkeiten verstanden, die mittels effizienter Wärmedämmung zuzüglich eines Wärmetauschers, Wärmeverluste vermeiden. Hierdurch wird eine herkömmliche Gebäudeheizung nicht mehr erforderlich, der maximale zusätzliche Heizwärmeverbrauch, wie auch der Wirkungsgrad, unterliegen hierbei geregelten Grenzwerten.

Die allgemeine Bezeichnung des Passivhauses rührt aus der Nutzung von passiven Elementen, wie etwa der Sonneneinstrahlung. Dieser Baustandard ist dabei aber an keinen Gebäudetypen gekoppelt und kann auch nachträglich in Form einer anforderungsgerechten Sanierung erzielt werden. Allgemein sind insbesondere die hohen Kosten im Vergleich zum konventionellen Haus (bei der Errichtung, wie auch durch den gesteigerten Strombedarf des Wärmetauschers) dafür verantwortlich, dass diese Gebäudebauweise bisher wenig Anklang findet. Selbst, wenn es in Österreich dafür bereits Bezuschussungen anzufordern gibt.

Im Hinblick auf die Life-Cycle-Analyse schneidet das Passivhaus bei Kritikern bisher eher unzufriedenstellend ab. Es gilt noch einiges zu verbessern, der Ansatz geht jedoch in eine richtige Richtung. Siehe auch andere Ansätze im Bereich Green Building, wie etwa Solararchitektur in Form eines Sonnenhauses.

Quelle: http://www.passivhaus-austria.org/

by Lilian

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