oikos Vienna

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11. CSR Tag by respACT

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respACT, die führende österreichische Unternehmensplattform für Corporate Social Responsibility und Nachhaltige Entwicklung in Österreich, veranstaltete den diesjährigen CSR-Tag  in der Ankerbrotfabrik. Die Veranstaltung stand ganz unter dem Motto #WIRbewegenCSR.

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Unter der Moderation von Corinna Milborn (puls4) und Karin Haselböck (respACT) startete der Tag mit der Präsentation von respACTs neuer Vision, die in einem Mulit-Stakeholderprozess erstellt wurde und nun auf den vier Zielen „Wirksame Lösungen umsetzen“, „Gemeinsam in Bewegung bleiben“, „Innovative Wege gehen“ und „Erfolge feiern“ aufbaut.

Auch die diesjährige Key Note war ganz dem Thema „Ziele“ gewidmet, genauer gesagt, den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Executive Director Sustainable Development Solutions Network Guido Schmidt-Traub erklärte unter anderem, in welchen Punkten Österreich noch Aufholbedarf hätte. In der folgenden Diskussion stand unter anderem die Problematik der Umsetzung im Vordergrund, viele Teilnehmer kritisierten die langsame oder fehlende Integration der Ziele durch die Regierung. Guido Schmidt-Traub verwies dabei auf Best Practice Beispiel von, das viele Teilnehmer überraschte.
Vorreiter in der Privatwirtschaft hingegen wurden etwa REWE, GOFAIR, DisAbility Performance und Wien 3420 Aspern Development und ihre effektiven Maßnahmen zur Erreichung der SDGs präsentiert. Mich hat besonders die Vision des Unternehmes GOFAIR begeistert, das auch in der Nachmittagsession „Innovation im Klimaschutz“ vertreten war.

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Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gemacht, klimaneutralen, fair-gehandelten, bio-zertifizierten Kaffee herzustellen, der zudem auch gut schmecken solle. Die Klima-Neutralität wird dadurch erreicht, dass das Unternehmen Humus-Zertifikate aus der mehrfach ausgezeichneten Ökoregion Kaindorf ankauft, statt Weißmacher enthält der Kaffee echte Milch. Während der Session wurde etwa erarbeitet, was genau es für die Durchführung innovativer Lösungen im Klimaschutz brauche, der Gründer von GOFAIR erklärte dabei etwa, dass man nicht warten dürfe, dass jemand anderes den ersten Schritt machen solle, wie Politik oder Wirtschaft. Man solle „einfach machen“.

Ich habe anschließend noch am „Beyond Reporting“-Workshop teilgenommen und von den neuen Trends im CSR Reporting gehört, wie etwa dem Integrated Reporting und den Neuerungen in der Standards der Global Reporting Initiative.

Juls und Christoph M. waren auch noch am CSR Tag für oikos Vienna vertreten und haben in der session „urban manufacturing“ moderiert von Thomas Andreas Beck von Utopische Realisierungen teilgenommen. Diese Session war sehr interaktiv: Gemeinsam mit Birgit Bodner (Stadtplanerin), Friedrich Bleicher (researchTUb), Miriam Kathrein (Wirtschaftsagentur Wien), Alexander Kopecek (Wien 3429) und Wolfgang Sperl (Wien Work) wurde lange diskutiert: Was ist eigentlich urban manufacturing? Wo werden die Grenzen gezogen? Was will man in der Stadt eigentlich? Wo sind die Hürden für urban manufacturing aktuell? Am Ende kam man zu ein paar Schlüsselpunkten: Unter anderem wird eine Art „Masterplan“ von der Stadt Wien bzw. Der Regierung „gefordert“. Ein Plan bzw. ein Statement darüber wo  sich die Stadt in ein paar Jahren sieht und aufzeigen wo Investitionen in Entwicklung besonders relevant sind (z.B. städtische Infrastruktur nicht nur für Individuen sondern auch für Betriebe). Ein weiterer Punkt ist das Bewusstsein der StadtbewohnerInnen anzusprechen: Was möchtet ihr in eurer Stadt? Was möchtet Ihr unterstützen? Partizipation im Entwicklungsprozess aber auch Kooperation und Verständnis wird vom einzelnen Bürger / von der einzelnen Bürgerin „verlangt“. Den eines ist klar, Ressourcen sind beschränkt aber auch viele ungenutzt im urbanen Raum verfügbar. In Zukunft werden mehr und mehr Menschen in Städten leben, daher ist es notwendig jetzt die Potentiale zu erkennen und daran gemeinsam zu arbeiten. Soviel zur Session Urban Manufacturing.

Was ich persönlich aber wirklich von diesem spannenden Tag mitnehmen durfte, ist, dass die Zeit zwar drängt wenn es etwa um den Klimawandel geht, aber auch dass mehr und mehr Bewusstsein geschaffen und erste Schritte in die „richtige Richtung“ bereits erfolgen. Es bleibt abzuwarten, ob wir genug Tempo aufnehmen können. Zudem war es wieder sehr inspirierend die Erfolgsgeschichten jener zu hören, die nicht abgewartet haben, bis jemand anders begonnen z.B. Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen, sondern mutig ihre Projekte entwickelt haben und beharrlich geblieben sind, wenn auch mal schlecht lief. Es eben „einfach tun“.

By Marlene

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