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Genießen und dabei Gutes tun? fairERleben-Genussmarkt – Gastbeitrag

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FairBedingt ethisch korrektes Konsumverhalten einen asketischen Lebensstil und sind ethische und ökologisch nachhaltige Produkte nicht langweilig und schnöde?

Dass dem gar nicht so ist, davon konnte man sich auch heuer wieder auf dem fairERleben-Genussmarkt im Arkadenhof des Wiener Rathauses, welcher nun bereits zum vierten Mal stattgefunden hat, überzeugen. Veranstaltet wurde dieser von Fairtrade Österreich in Kooperation mit „ÖkoKauf Wien“/Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.

DurchgangDas Angebot auf der fairERleben

Dem/r interessierten Besucher*in präsentierte sich ein breiter Querschnitt an NGOs und Unternehmen, welche ökologische und/oder Fairtrade-Produkte herstellen oder anderweitig in diesem Feld tätig sind. Neben der allseits beliebten Schokolade (mehrere Anbieter: Landgarten, Maestrani, Wilder Kaiser Schokolade), sowie Eis (Eisgreissler), Fruchtsäften (Rauch, Pfanner) und innovativen Getränke-Kreationen (all i need, Lemonaid) und vielem anderen mehr gab es auch spannende Verkostungsmöglichkeiten für Mutigere (Weinbergschnecken aus Rothneusiedel von Wiener Schnecke). Zusätzlich waren einige österreichische Bio-Bauernhöfe sowie die Bäckerei Waldherr vertreten. Auch das nicht-kulinarische Angebot war sehr interessant: stylische Kreationen von trash design, Modisches von Göttin des Glücks, Hygienisches von der Erdbeerwoche und vieles andere mehr.

Neben den klassischen Marktständen wurde auch ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm zu Themen wie Lebensmittelabfallvermeidung (Wiener Tafel und Bio Austria) oder ethische Wirtschaftsordnung (Gemeinwohlökonomie) sowie ein interessantes Workshop-Programm (Südwind, Vier Pfoten, Fairtrade) für Freund*innen des interaktiveren Lernens geboten.

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Die Auswirkungen der „Geiz ist geil – Mentalität“ am Beispiel Schokolade

Am Beispiel der Schokolade zeigt sich, welche Auswirkungen der Konsum möglichst billiger Produkte und das Zahlen von kaum zum Überlebenden reichenden Preisen an die Kakao-Produzent*innen rückwirkend haben kann. So zeichnet sich eine Verknappung von Kakao am Weltmarkt ab. Gründe hierfür sind, dass bedingt durch die geringen Einnahmen der Kakao-Anbau für die Kinder der heutigen Kakao-Bauern wenig attraktiv erscheint. Aus selbigem Grund wurden auch kaum neue Bäume gepflanzt. Der Kakao-Baum trägt jedoch erst nach ein paar Jahren Früchte, weshalb nicht sehr flexibel auf steigende Nachfrage reagiert werden kann.

Diese Problematik hat auch die Industrie erkannt und reagiert u.a. mit einem eigenen Siegel. So zielt UTZ darauf ab das Farm-Management zu professionalisieren.

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Fazit

Die meisten Workshops waren schnell ausgebucht. Die Besucher*innen ließen sich auch vom minderprächtigen Wetter am zweiten Tag nicht abschrecken und der Markt war insgesamt gut besucht. Bei den abgehaltenen Führungen für Schulklassen mit Vortrag zum Thema fairer Handel zeigte sich, dass bei den Kleinen durchaus Interesse an den Produktionsbedingungen der von ihnen konsumierten Produkte besteht. Dass ein positiver Beitrag mittels Konsum von köstlicher Schokolade möglich ist, kam natürlich besonders gut an. Insbesondere dass es nun auch die Schokobananen in Fairtrade-Qualität gibt 😉

Natürlich darf bei all dem guten Gewissen, dass durch den Konsum der präsentierten Produkte vermittelt wird, nicht vergessen werden, dass jedes produzierte/konsumierte Gut Ressourcen benötigt, doch da auch die Themen Müll, Abfallvermeidung und/oder –wiederverwendung in vielerlei Hinsicht präsent waren und einflossen, kann der Genussmarkt als durchweg ausgewogen und sinnvoll resümiert werden.

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von Stefanie Heidinger (oikos alumna, Führungen für Schulklassen auf der fairERleben 2016)

Fotos: Peter Tuma

 

 

 

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