oikos Vienna

students for sustainable economics and management

oikos Urban: Sharing Economy Wien

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KleiderTausch Aktion oikosDu brauchst spontan eine elektronische Gebläsepumpe und weißt nicht, woher du eine bekommst? Oder hast du selbst viele Gegenstände, die kaum Verwendung finden? Ein Blick in den heimischen Keller reicht und es finden sich Gegenstände, die seit Jahren verstauben und nur darauf warten, endlich benutzt zu werden…Messingschneidegeräte, Skateboards aus der Zeit, in der man sich noch als professionelle*r Skater*in visiert hat sowie andere praktische und skurrile Dinge, bei denen es schade wäre, sie nicht zu teilen. In Wien gibt es zahlreiche Initiativen und Websites, die Möglichkeiten zum Austausch bieten. Im folgenden Beitrag möchten wir euch ein paar davon kurz vorstellen. 

Vienna Shares

Vienna Shares Logo Vienna Shares ist eine Plattform, die sich zum Ziel gemacht hat, in der „Sharing Economy“ Wien etwas Licht ins Dunkle zu bringen, unterschiedliche “Player” zusammen zu bringen und eine Art vernetztes, thematisches Wissen zu entwickeln. Was bedeutet eigentlich sharing economy? Was ist das, wer macht mit und warum eigentlich? „Was uns bei unseren eigenen Aktivitäten wichtig ist, ist das Gespräch über Teilen im Ganzen, aber eben auch über die damit verbundenen Formen von Nachhaltigkeit, wie selber machen, reparieren oder auch verzichten, lebendig zu halten.“ so Miriam von Vienna Shares dazu. Dafür wurde von Vienna Shares unter anderem die NoMoneyZone entwickelt. Diese Art Pop-Up Landscape wird bei Straßenfesten, Festivals etc. aufgebaut und bietet dort eine Alternative zum Geld ausgeben. In der NoMoneyZone kann jede*r sich beschenken lassen, etwas Kreatives machen, einfach chillen oder selber was beitragen, gratis oder im Tausch für andere Dienste. „Am wichtigsten ist es uns, dass es einen Platz gibt, an dem man nachdenken und mit anderen darüber reden kann, wie wir Dinge, Dienste, und (Konsum-)Verhältnisse eigentlich bewerten. Wieso kostet etwas Geld? Sollten wir für alles Geld verlangen und zahlen? Gibt es andere Zahlungsweisen? Und was passiert, wenn wir einfach mal was verschenken oder gratis bekommen?“

 Vienna Shares wird ehrenamtlich neben Studium und Job am Leben gehalten und plant für 2016 neben den NoMoney-Zone-Auftritten, Wissen über das Thema sharing economy in der Form von kurzen Texten, Essays, Podcasts, etc., vom Team selbst und anderen Autoren in einer übersichtlichen und frei zugänglichen Datenbank unterbringen und zu veröffentlichen. Schaut doch mal auf Ihrer Homepage vorbei und informiert euch über aktuelle und vergangene Projekte.

 Leila

Leila Team Falls du Accessoires für die nächste Halloweenparty suchst, nicht weißt, wo du das Werkzeug für die Renovierung deiner Wohnung herbekommen sollst oder einen Raclette-Abend für deine Freunde ausrichten möchtest, schau doch mal bei Leila vorbei. Hier kann man sich gegen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 24€/36€ (normal/ermäßigt – nach Selbsteinschätzung) so viele Dinge ausleihen, wie man benötigt. Der Mitgliedsbeitrag dient dabei ausschließlich der Deckung laufender Kosten, jedes neue Mitglied sollte außerdem mindestens einen Gegenstand mitbringen, um den Leihpool zu vergrößern – bei Bedarf kann dieser dann ja auch wieder ausgeliehen werden. Die Ausleihzeit beträgt in der Regel bis zu einem Monat, kann aber unter Umständen verlängert werden. 

Standort: 
Herbststraße 15, 1160 Wien

Offener Bücherschrank

offenerBcherschrank1070Für alle Leseratten und die, die es noch werden wollen, bietet der Offene Bücherschrank eine Möglichkeit, sich regelmäßig mit neuem Lesestoff zu versorgen und/oder andere mit Teilen der persönlichen literarischen Sammlung zu erfreuen. An drei Standorten in Wien finden sich die unterschiedlich gestalteten Bücherschränke. Diese werden durch Freiwillige betreut, eventuelle Reparaturarbeiten werden mittels Spenden finanziert. Die Entnahme der Bücher kostet nichts und auch Anmeldung ist keine notwendig. Jeder kann jederzeit Bücher hinbringen und mitnehmen. Einfacher geht Sharing kaum.

Standorte:
Gehsteig Ecke Zieglergasse-Westbahnstrasse, 1070 WienEcke Brunnenmarkt-Grundsteingasse, 1160 WienHeinz-Heger Park, 1090 Wien

FragNebenan

Wer kennt in Wien schon mehr als ein bis zwei seiner Nachbarn – wenn überhaupt!? Kaum jemand. Und zugegeben – man genießt den gewissen Grad an Anonymität im Wiener Wohnbau, besonders wenn man aus einem kleinen 3000 Seelen Dorf, in dem jeder mit jedem bekannt ist, in die Stadt gezogen ist. Es kann aber durchaus auch seine Vorteile haben, die Nachbarn etwas besser zu kennen: die Glühbirne geht aus, man wohnt im Altbau und hat keine Leiter, ein wichtiges Paket kommt, während man nicht zu Hause ist oder man will Samstagabend noch kurz einen last-minute Birthday Cake backen und benötigt ein bisschen Milch.

Logo FragNebenan

Frag Neben An ist eine Art „Facebook“ für Nachbarschaftshilfe und bringt Nachbarn im Umkreis von 750 Metern zumindest virtuell „näher zusammen“. Julia hat sich während ihres Umzugs in eine neue Wohnung angemeldet und nutzte die Plattform aufgrund ihrer IKEA DIY Kücheneinbau Probleme. Sie bekam sofort mehrere hilfreiche Antworten und Angebote zur Hilfe bei Anschluss der Elektrogeräte und Einbau der Küche – danke für Eure Hilfe. Die Küche steht endlich 😉 Unser Fazit: Frag Neben An ist eine praktische Online Plattform, die es ermöglicht, sich mit Nachbarn online zu vernetzen, Probleme zu lösen und sich im besten Fall sogar persönlich auszutauschen, kennenzulernen und zu helfen. Frag Neben An bringt Licht ins dunkle, anonyme Wiener Nachbarschaftsleben und wir finden das super!

Food Sharing Wien

Dein Kühlschrank ist leer, alle Geschäfte haben bereits zu, oder du brauchst einfach ein bisschen Inspiration zum Kochen? Schau doch mal auf foodsharing.at vorbei. Auf der Plattform werden zu vergebene Lebensmittel auf einer interaktiven Wien Karte angezeigt, Mitglieder tauschen sich via Posts über aktuelle Essenskörbe bzw. Überschuss im eigenen Kühlschrank aus und fair-teilen Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden. Außerdem rettet die Initiative auch Lebensmittel, welche das MHD überschritten haben und daher nicht mehr in kleinen Betrieben oder Supermärkten verkauft werden können oder Obst und Gemüse, das auf Grund von Normvorgaben gar nicht erst zum Verkauf kommt. Ein wichtiger Grundgedanke von Foodsharing ist dabei, dass ein Grundrecht auf Nahrung besteht.  Der Begriff „Bedürftigkeit“ wird aufgrund der anhaftenden sozialen Stigmatisierung aktiv vermieden und stellt auch weder ein Kriterium dar, um Foodsaver*in zu werden, noch um Lebensmittel zu erhalten.foodsharing map screenshot

Ein gutes Beispiel dafür sind die Fair-Teiler: eine Art frei-zugängliche Kühlschränke, welche meist in Lokalen oder öffentlichen Gebäuden platziert werden und aus denen sich jede*r Mensch kosten- und bedingungslos Lebensmittel nehmen oder hinein geben darf. Versuch’s mal oder mach selbst als ehrenamtliche*r Foodsaver*in mit.

#oikosUrban by Sam, Resi & Julia S.

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