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Klimaziele in der Theorie und als praktische Herausforderung für Studierende – Gastbeitrag

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12557872_10207596460022553_1442403661_oEine Beschränkung der Erderwärmung auf 2°C! Wird das genügen, um die Folgen des Klimawandels einzuschränken? Was bedeutet das für jeden einzelnen und die Gemeinschaft? Das waren nicht nur die Fragen die bei der COP21 Klimakonferenz in Paris gestellt wurden, sondern auch die Fragen, die uns bei der Sustainability Challenge beschäftigten.

Vor mehr als zwei Jahren habe ich an der Sustainability Challenge teilgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war ich im letzten Semester meines Bachelors Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der BOKU. Dementsprechend viel hatte ich bereits zum Thema Nachhaltigkeit gehört. Obwohl es für mich inhaltlich nicht allzu viel Neues gab, war es interessant diese Inhalte außerhalb des gewohnten Umfelds mit StudienkollegInnen, die einen anderen Hintergrund als man selbst hatten, zu diskutieren. Wie bereits erwähnt war das Thema der Sustainability Challenge im Jahr meiner Teilnahme auch das 2°C-Ziel und was es bedeutet. Das heißt, die ProfessorInnen der einzelnen Unis haben das 2°C-Ziel aus ihrer Perspektive behandelt. Dabei wurden beispielsweise folgende Fragen diskutiert: Wie ist das 2°C-Ziel entstanden? Welche Auswirkungen hat es auf die Umwelt? Wie funktioniert der Treibhauseffekt? Was bedeutet das 2°C-Ziel für Wirtschaft, Politik und Technik? Welche Rolle spielt gerechte Ressourcenverteilung?

Neben diesen und anderen mehr oder weniger leicht bzw. schwer zu beantwortenden Fragen war vor allem das Service Learning Projekt Teil der Sustainability Challenge. Zu Beginn des Projekts gab es weder von der “Auftraggeber-” noch unserer (meinen Teamkolleginnen und meiner) Seite eine klare Vorstellung davon, was wir in unserem Projekt machen können und sollen. Umso klarer uns wurde, was wir machen wollten, desto genauer wusste unsere “Auftraggeberin”, dass sie eigentlich etwas anderes gewollt hätte. Dennoch gingen wir hochmotiviert an die Sache ran und konnten dann auch die Organisation davon überzeugen, dass unsere Vorstellungen einen sinnvollen Beitrag zur Erreichung der Projektziele leisten könnten. Das gemeinsame Ziel war es nämlich, eine, leider eine zu jenem Zeitpunkt eher weniger erfolgreiche, ökumenische Initiative der Organisation, die sich mit dem Thema eines „Ausgleichs“ des Konsums zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden beschäftigt, zu mehr Bekanntheit und Einnahmen, um tatsächlich Klimaprojekte im globalen Süden durchführen zu können, zu verhelfen.

Anders als bei den Uniprojekten und Gruppenarbeiten, die ich bis dahin gemacht hatte, haben wir uns nicht vor den Computer gesetzt und Zahlen zusammengetragen, an denen sich der Erfolg einer solchen Initiative messen lässt und wir haben auch nicht einfach nur Interviews durchgeführt. Wir haben weitaus mehr gemacht als das. Wir haben Stammtische geplant, einen Newsletter geschrieben und sind am Naschmarktflohmarkt im Regen gestanden.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich bei der Organisation der Aktivitäten und der Zusammenarbeit mit einem außeruniversitären Partner viel gelernt habe, was ich in meinem BOKU-Studium nicht gelernt hätte. Auch wenn das Projekt viel Zeit in Anspruch genommen hat und es manchmal Uneinigkeiten gab, muss ich sagen, dass es am Ende ein gutes Gefühl war, all diese Dinge auf die Beine gestellt zu haben und mehr dabei umgesetzt und gelernt zu haben als bei einer fünfseitigen Seminararbeit.

Von Natalie Spittler

 

Die Sustainability Challenge ist eine vom RCE Vienna organisierte, jährlich stattfindende Wahllehrveranstaltung mit Praxisbezug zu nachhaltiger Entwicklung, die allen Studierenden der TU, BOKU, Uni Wien und WU, insbesondere im Master, offen steht. Die Bewerbung läuft in diesem Jahr noch bis 24. Jänner. Anm.: Die Bewerbungsphase wurde auf den 3.2. verlängert.

 

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