oikos Vienna

students for sustainable economics and management

Wir sind auf Speed – Filmabend und Diskussion

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Langsam aber sicher neigt sich das Jahr dem Ende zu, Weihnachten klopft an die Tür und jeder möchte unbedingt noch alles vor den Feiertagen und auf alle Fälle noch in diesem Jahr erledigt haben. Das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit der WU, das Ökosoziale Studierendenforum und oikos Vienna haben sich gemeinsam dieses Themas angenommen und einen Filmabend mit interaktiver Podiumsdiskussion veranstaltet.

Gesellschaft im Hamsterrad?

Bild1Am frühen Abend haben sich also interessierte Gäste die Dokumentation „Speed – auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ angesehen. In diesem Film geht der Regisseur Florian Opitz unserer vermeintlich verlorenen Zeit auf den Grund. Er reist um den ganzen Globus und spricht mit Wissenschaftler*innen, Aussteiger*innen, Unternehmer*innen, Therapeut*innen, beschreibt das Hamsterrad in dem sich unsere Gesellschaft befinden soll und vieles mehr. Dabei zeigt er sehr viele Wiedersprüche und Zustände auf, die im Anschluss eine sehr angeregte Diskussion einleiteten. Vor dem Film wurde den Gästen eine Papier-Uhr ausgeteilt, auf der sie Fragen für das Gespräch notieren konnten, auf die während des Gesprächs im Anschluss immer wieder Bezug genommen wurde.


Das drei-Personen-Podium bestand aus Mag. Philipp Gaggl, Experte Sustainability Management, Ph.D. Johannes Hoff, Professor of Systematic and Philosophical Theology, Heythrop College, University of London und Dr. Fred Luks, Leiter des Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit der WU Wien. Die Kombination aus den Berufsfeldern dieser Herren hätte nahezu eine Fortsetzung des Filmes sein können, weil sich jeder irgendwo entweder wiederfinden oder eine absolute Oppositionsstellung einnehmen konnte. Recht pünktlich nach drei Stunden war die Veranstaltung dann zu Ende.

Irgendwie hatte ich nach dem Film schon das Gefühl, als läge es im Endeffekt doch an jedem selber, wie er oder sie sich die Zeit einteilt und welche Zeit er sich aussucht. Viel schwieriger wird es nur, wenn sich das System wie Arbeitseinteilung u.ä. nicht mitentwickelt (es wurden auch Themen wie das bedingungslose Grundeinkommen angesprochen), denn dann beginnen wir ins Leere zu strampeln und die Möglichkeit, zu wählen, gibt es dann wohl nicht mehr. Viele kommen zurück aus einer rasend schnellen Welt, wie sie etwa Philipp Gaggl erlebte, einige bleiben dort und können gar nicht aufhören schneller zu werden. Vielleicht haben wir uns viel zu lange auf etwas, das funktioniert, ausgeruht und dabei vergessen, dass der Prozess an sich das nachhaltigere Vorgehen gewesen wäre.

Ach übrigens: Abgeschlossen wurde das Event – für alle, die noch Zeit hatten – mit einem slow-food Buffett von herzlichst, Anna.

Von Melanie

 

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