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Per Anhalter durch Europa – nachhaltiges Reisen

3 Kommentare

20150821_093334Schon eine ganze Weile hatte ich den Wunsch einen wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltigen Urlaub in Norwegen zu machen. Um wirtschaftlich nachhaltig zu reisen, verzichtete ich auf ein Hotel und arbeitete stattdessen drei Wochen lang für Kost und Logis auf einem Bio-Bauernhof (im Rahmen von Wwoofing). So konnte ich nicht nur meine Geldbörse entlasten, sondern auch mit den dort ansässigen Leuten in Kontakt treten. Wie heißt es nicht so schön: „Beim Oabeiten kuman d´Leid zaum!“.

Der ökologische Aspekt spiegelte sich in der Wahl meiner Transportmittel wider. Statt eines teuren und umweltschädlichen Flugs nahm ich für die Hinreise Bus & Bahn und zurück reiste ich per Anhalter. So stieg ich nicht einfach nur für ein paar Stunden in ein Flugzeug, sondern konnte die Veränderung der Landschaft hautnah miterleben. Vor allem aber werden mir die zahlreichen Reisebekanntschaften auf meinem Weg in den Norden in Erinnerung bleiben.

Der meiner Meinung nach wichtigste Aspekt meiner Reise war der soziale. Die 3000 km zurück von Trofors in Norwegen nach Ottnang trampte ich. So war ich auf die Hilfsbereitschaft jener 29 Personen angewiesen, die mich ein Stück weiter Richtung Heimat brachten. Sich selbst so abhängig von jemand anderem zu machen und infolgedessen immer wieder positiv überrascht zu werden, stärkt den Glauben an das Gute in uns Menschen. Da ich ohne Telefon und Uhr unterwegs war, konnte ich mich voll und ganz auf die Reise und die Gespräche mit meinen Wegbegleitern konzentrieren. Ich habe oftmals das Gefühl, dass ein Urlaub nicht mehr ist als ein Hetzlauf von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Wir nehmen uns nicht die Zeit, diese besonderen Plätze zu erleben, sondern machen einige Fotos um im Nachhinein zu zeigen, welche wunderbaren Orte wir gesehen haben oder sie auf Facebook posten zu können. Doch um das Wesentliche zu sehen, müssen wir uns Zeit nehmen, alles andere wäre doch Verschwendung…

Von Georg

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3 Kommentare zu “Per Anhalter durch Europa – nachhaltiges Reisen

  1. soooo toll! Danke für die Erinnerung, dass man auch anders Reisen kann. Wie lange hat der Weg zurück gedauert? wie lang warst du da unterwegs?

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  2. Ah voll cool. gut auf den punkt gebracht… „der weg is das ziel“
    wobei so ganz ohne telefon, wow weiß nicht ob ich das hinkriegen würde :O

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  3. Danke für das Feedback 🙂 Ich war insgesamt 8 Tage unterwegs, die Nächte habe ich dann immer im eigenen Zelt verbracht. Das war ganz easy möglich, da es in Norwegen erlaubt ist, überall zu campen – dank den Allemannsretten! (Eine Entfernung von ca. 150 m bis zum nächsten Haus ist zu beachten)

    Und zum Telefon, natürlich ist auch ein weinendes Auge dabei, ich habe unglaublich schöne Orte gesehen, die es verdient hätten, fotografiert zu werden. Allerdings sind es genau diese Bilder, die mein Kopf so gut abgespeichert hat 🙂

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