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students for sustainable economics and management

Fünf Universitäten ein Ziel – SusToGo!

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Auf den ersten Blick verbindet die BOKU Wien, die Montanuni Leoben, die TU Wien, die Modul University und die WU grundsätzlich nicht viel außer die bisher womöglich größte Nachhaltigkeitsinitiative im universitären Bereich: SusToGo – Sustainability to go!

Jede der Universitäten hatte einen Tag der Nachhaltigkeit organisiert. Via Keynotes, Case Studies oder Workshops (unter anderem von Wolfgang Pekny und der Gesellschaft Plurale Ökonomik) konnten sich Studierende zusammen mit ExpertInnen mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen und Nachhaltigkeit erleben.

Beim gemeinsamen Semester-Abschlussevent im Palais Ferstel war je ein/e VertreterIn der jeweiligen Universitäten in einem sehr partizipativen Podiumsgespräch mit dem Publikum zum Thema “Nicht nur die üblichen Verdächtigen” vertreten. Es ging darum, wie Personen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, wenig mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, genau dafür zu begeistern.

Vor allem über die nicht-üblichen-Verdächtigen unter den Studierenden wurde gesprochen; eine Vertreterin merkte an, dass unterschiedliche Studienrichtungen unterschiedliches Vokabular für Nachhaltigkeit verwenden und sich auch mit unterschiedlichen Bereichen daraus beschäftigen. Beispielsweise würden viele Nachhaltigkeit mit Ökologischem gleichsetzen, aber für Studierende im Sozialbereich wäre die soziale Nachhaltigkeit eher auf der Hand liegend, auch wenn sie sie möglicherweise anders bennen. Also diskutieren Studierende mehr über Nachhaltigkeit, als wir das wahrnehmen, weil wir unterschiedliche sprachliche Codes verwenden.

Es wurde über die Rahmenbedingungen diskutiert, die persönliches Engagement für sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Themen einfacher machen könnten, z.B. der Erhalt von ECTS-Punkten für die Teilnahme an Veranstaltungen. Auch der sich immer steigernde Leistungs- und Zeitdruck, der auf Studierenden lastet, wurde besprochen und wie er sie eventuell von Engagement abhält. Alle waren sich außerdem einig, dass die Lehre nicht zu Gunsten der Forschung vernachlässigt werden darf. Oft trifft man brillante WissenschaftlerInnen, die sich aber nicht die Mühe machen wollen, ihre Lehrunterlagen aktuell zu halten und sich lieber auf ihre wissenschaftliche Arbeit konzentrieren. Die Zustimmung aus dem Publikum und auch innerhalb des Podiums zeigte, dass alle Unis mit den selben Schwierigkeiten zu kämpfen haben und welche (Teil-)Lösungen jede für sich bereits gefunden hat. Dies zeigt nur, wie wichtig uniübergreifende Zusammenarbeit ist, denn schlussendlich geht es allen um das selbe Ziel: Nachhaltigkeit populärer zu machen.

Zum Abschluss gab es ein Appell aus dem Publikum und drei Handlungsempfehlungen to go:

  1. Einfach tun (wie z.B. Wegwerf- durch wiederverwendbare Kaffeebecher zu ersetzen wie an der BOKU)
  2. nicht darauf warten, dass die Veränderung von einer höheren hierarchischen Ebene kommt, denn jede Einzelperson oder kleine Gruppe kann etwas bewirken
  3. so lange kritisch hinterfragen (z.B. Vortragende an der Uni), bis Leute zum Nachdenken angeregt werden und selbst etwas verändern wollen, z.B. an der Uni mehr kritische Perspektiven einbeziehen

Wir freuen uns schon auf das nächste SusToGo-Event!

Von Melanie, Manuela und Greta

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