oikos Vienna

students for sustainable economics and management

Saving The World Like A Boss

Ein Kommentar

„Mir wurde vorgeschlagen, die Wiener Zweigstelle von oikos, einer nachhaltigen Studentenorganisation aufzubauen!!!“ Diese SMS meiner besten Freundin war wohl der erste Berührungspunkt den ich jemals mit oikos hatte.

Das war im Frühjahr 2012. Ich war vor kurzem von meinem Auslandssemester zurück, latent unzufrieden und einsam. Nachdem ich ein halbes Jahr lang ununterbrochen von neuen Menschen, Partys und Eindrücken umgeben war, fristete ich ein relativ isoliertes Dasein in meiner ersten eigenen Wohnung und einem Freundeskreis, der ob diverser Auslandsaufenthalte, Abschlussarbeiten und Arbeitsverhältnisse eher unerreichbar war. So war ich ein wenig allein mit meinen Gedanken zu Globalisierung, Klimawandel und Ressourcenausbeutung.

Gemeinsam statt einsam

Manuelas SMS machte mich jedenfalls neugierig, erst mal „oikos“ googlen. Die Suchergebnisse präsentierten mir ein betörend aussehendes griechisches Joghurt, aber auch die betreffende Studierendenorganisation war bald gefunden. Und mit ihr ein paar Guidelines, was man denn tun müsste, um ein eigenes Chapter zu gründen. Nach alter Tagträumer-Manier waren meine Vorstellungen bald grenzenlos. Eine dritte Person müssten Manu und ich wohl finden, aber dann würde unserem Plan, die WU und in weiterer Folge die Welt zu retten, nichts mehr im Wege stehen. Endlich eine Gemeinschaft mit gleichgesinnten Studierenden! Nachhaltigkeit und Wirtschaft zusammenbringen! Workshops! Stammtische! Mit Unternehmen zusammenarbeiten! Wie diese ganzen WU-Organisationen, nur irgendwie leiwander. Warum ist bis jetzt eigentlich niemand an der WU auf die Idee gekommen, die Welt zu retten? Muss ich wohl.

Vom Wein zur Bürokratie

Durch ein gemeinsames Projekt kannte Manuela Michael, und da er ein Palais für unser erstes Gruppentreffen zur Verfügung hatte und unsere Leidenschaft für Nachhaltigkeit und billigen Wein zu teilen schien, stand einer Zusammenarbeit nichts im Wege.

Drei Monate später waren alle bürokratischen Hürden aus dem Weg geschafft, und ich fand mich dabei wieder, in zwei Vorlesungen am Tag zu rennen und allen Studierenden, die es (nicht) hören wollten, zu erzählen, warum sie bei oikos mitmachen sollten. Muss doch noch ein paar Menschen auf dieser Uni geben, die die Welt wie ein Boss retten wollen.

#sorrynotsorry

#sorrynotsorry

Da gibt’s mehr von uns

Und es gab. Zweieinhalb Jahre später kann ich kaum glauben, was sich da aus unseren Tagträumereien entwickelt hat. Dass da heute junge Studierende daran arbeiten, die damals noch nicht einmal an der Uni waren und ihre Freizeit für ein gemeinsames Ziel investieren, ist für mich ein Wunder. Dass Anna, Andrea, Karl und Sebastian die Organisation weiterentwickeln und weiter professionalisieren, macht mich unendlich dankbar. Die WU hat mittlerweile ein eigenes Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit eingerichtet, und oikos Vienna ist international eines der aktivsten Chapter. Da sind jetzt so viele kompetente, junge Menschen am Werk, die die Welt wie ein Boss retten wollen. Und am Ende dabei mehr lernen, als in jeder Vorlesung.

Von Teresa

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Profesh

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Ein Kommentar zu “Saving The World Like A Boss

  1. Musste gerade ein bisschen weinen. ich liebe oikos und die geschichte so sehr!!

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