oikos Vienna

students for sustainable economics and management

oikos – Wie alles begann

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GründerInnenfotoIrgendetwas hat gefehlt. In meinem Studium und in meinem Leben. Dann habe ich oikos kennengelernt und beschlossen, oikos Vienna zu gründen.

Mir hat beim Wirtschaftsstudium immer irgendetwas gefehlt. Alle meine Mitstudierenden wussten immer genau, was sie machen wollten oder taten zumindest so. Ich hab überall ein bisschen reingeschnuppert, aber irgendwie war ich von nichts wirklich überzeugt. Und irgendwo im Hintergrund war immer der Wunsch da, etwas zu bewegen, die Welt zu verändern (auch wenn das mega pathetisch natürlich klingt, vor allem für eine Wirtschaftsstudentin). Ich habe dann ein Auslandssemester in Vancouver gemacht und musste dort vier Kurse machen. Ich weiß nicht mehr warum, aber es war auch der Kurs „Business & Sustainable Development“ dabei. Und ich hab dort kein Wort verstanden. Ich kam mir so unendlich dumm vor und hab mich gefragt warum alle um mich herum mitarbeiten konnten, während ich keinen Plan hatte. Ich musste aber alle Kurse bestehen, um das Joint-Study-Stipendium (so wie Erasmus nur Übersee) zu bekommen. Also musste ich richtig richtig viel lernen und während dem Lernen ist mir der Knopf aufgegangen. Es hat alles so viel Sinn gemacht und war einfach nur logisch.

Trotzdem wollte ich es noch nicht gleich wahrhaben. Am Anfang war es mir auf der WU noch etwas unangenehm zuzugeben, dass mich so ein Hippie-Zeug interessiert. Aber ich konnte es nicht mehr verdrängen, ich mochte dieses Hippie-Zeug und wollte mehr darüber erfahren. Also schrieb ich meine Bachelorarbeit beim Institut für Regional- und Umweltwirtschaft. Meine Betreuerin dort, Karin Dobernig, hat mir dann von oikos erzählt und mich gefragt, ob ich nicht oikos in Wien gründen möchte. Ich hab mir zuerst nicht soviel dabei gedacht, weil ich kurz vorm Ende meines Studiums stand und wer startet eine Studierendenorganisation, wenn er gar nicht mehr lange studiert? Aber als ich dann meiner Freundin Teresa davon erzählt habe und wir uns mal wieder beklagt haben, dass die Welt so schlecht ist und keiner was tut, haben wir uns gefragt „Hey, warum tun nicht wir was? Warum machen wir nicht einfach oikos Vienna?!“ Weil eigentlich waren wir nicht besser, oder? Wir beklagten uns darüber, dass keiner was tut, taten aber auch nichts. Und wir fragten uns dauernd, wo denn die anderen steckten, die sich auch für Nachhaltigkeit interessierten, aber eigentlich suchten wir sie nicht aktiv. Wir wollten die Welt verbessern, blieben aber auf der Couch sitzen. Das wollten wir ändern! Und mit oikos Vienna hatten wir unser Ventil und unsere Plattform dafür gefunden. Gemeinsam mit Michael, den ich auch durch meine Betreuerin kennengelernt habe, starteten wir dann unser kleines Abenteuer.

Heute, mehr als zwei Jahre später, bin ich immer noch überrascht, was wir da eigentlich geschaffen haben. Etwas das bei uns zu Hause und in diversen Lokalen begonnen hat, begeistert mittlerweile an die 40 Mitglieder und noch viel mehr ZuhörerInnen. Jede von diesen Personen ist von der Sache, von nachhaltiger Entwicklung in der Wirtschaft, so überzeugt, dass er oder sie seine Freizeit gerne dafür hergibt. Jedes Mal, wenn ich mir das bewusst mache, kriege ich Gänsehaut. Denn wer hätte gedacht, dass aus einer scheinbaren Hippie-Idee von ein paar Studierenden so etwas Tolles werden kann.

Von Manuela

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2 Kommentare zu “oikos – Wie alles begann

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