oikos Vienna

students for sustainable economics and management

oikos Future Lab 2014

3 Kommentare

©  Robert Stürmer_Future Lab

Building the Bridge of Sustainable Economics and Management – das Motto, under dem das diesjährige oikos Future Lab 2014 stand. Wie alle internationalen oikos Events, war auch dieses wieder voller toller Vorträge, spannender Arbeitsgruppen und interessierter oikees aus aller Welt.

Nachdem wir gleich zu Beginn mit ein paar Ice-Breakers auf Tuchfühlung gegangen sind, indem wir versucht haben in möglichst kurzer Zeit fünf fremde Nasen mit dem Finger zu berühren, ohne uns dabei die Augen auszustechen, ging es los.

Die Presidents der verschiedenen oikos chapters haben sich im Vorfeld des Future Labs mit dem Thema beschäftigt, wer wir sind, was wir wollen und wo wir als oikos hinwollen. Die dabei entstandene Vision hört sich wirklich ziemlich fancy an:

„We see our responsibility in empowering future change makers to facilitate sustainable practices in economics and management and to rethink our future.“

Diese Message auf insgesamt fünf Kartonmenschen bildlich festgehalten war somit der Auftakt zum diesjährigen Futurelab und entsprach gleichzeitig den ersten fünf Brückenpfeilern der Brücke, die wir im Rahmen des Future Labs noch zu konstruieren hatten.

Ein Ding der Unmöglichkeit möchte man meinen, aber mit ca. 130 Gehirnen, die zwei Tage lang intensiv arbeiten, diskutieren und gemeinsam St Gallen unsicher machen, lässt sich echt einiges machen.

Am ersten Tag haben sich die Teilnehmer nach Überwindung ihrer Berührungsängste im Rahmen der Ice Breakers und einem kurzen Input der FutureLab Crew in insgesamt sieben Learning Circles zu den Themen Energy, Management, Economics, Leadership, Supply Chain in Fashion, Entrepreneurship und Finance aufgeteilt, zu welchen sie sich vorab schon zugeordnet haben.

Das besondere an diesen Learning Circles war, dass damit das Prinzip „what happens at the future lab, stays at the future lab“ durchbrochen wird und die verschiedenen Teams auch nach Ende der Konferenz weiter an den im Rahmen des Futurelabs begonnenen Projekten arbeiten, um die erstellten Ziele im kommenden Jahr umzusetzen. Auf diesen diskussionsreichen und intensiven ersten Workshop im Learning Circle folgte ein sehr spannender Vortrag von Uwe Lübbermann, dem Gründer von Premium Cola, über die Entstehung des Getränks und die so gar nicht Mainstream-Arbeitsweise im Unternehmen. Sein Geschäftsmodell ist revolutionär. Sein Motto: „Hacking Business“. Seine Methoden entsprechen nicht dem Geschäftsmodell, dass wir als Wirtschaftsstudierende kennen. Und das Verrückte ist, es funktioniert!

Ein produktiver Arbeitstag muss natürlich belohnt werden, um mit neuem Elan in den nächsten Tag zu starten. Also haben wir uns nach einem gemeinsamen Abendessen in der Lokremise noch auf ein gemütliches Bierchen in die Innenstadt von St Gallen begeben.

Morgenstund hat Gold im Mund, heißt’s ja so schön und das haben sich auch die Organisatoren heuer zu Herzen genommen. Der zweite Tag begann in der Früh mit einem Impact Walk zur Lokremise. Punkt acht Uhr früh haben wir uns also getroffen und sind in Zweierteams (wie in der Schule) losmarschiert. Am Weg haben wir besprochen, was für uns Nachhaltigkeit bedeutet und wann bzw. wie wir in der Vergangenheit erkannt haben, dass das für uns ein wichtiges Thema ist.

In der Lokremise angekommen begann der Tag mit ein paar Inputs zum Thema „Mapping Ideas“ durch Marloes Nicolls, Projektmanagerin  und Wissenschaftlerin bei „Meteos“ und Co-Founder von „Move your Money UK„, gefolgt von einem spannenden Beitrag zum Thema Campaigning „How to get the message out there successfully“ durch Yuan Yang Co-Founder der von London ausgehenden Initiative für mehr Pluralität in der Ökonomie – Rethinking Economics. Gestärkt durch ein gutes Mittagessen, wurde am Nachmittag weiter an den jeweiligen Learning Circles gebastelt und die nächsten Schritte konkretisiert. Der abschließende Open Space gab noch die Möglichkeit für einzelne Personen konkrete Projektideen oder Problemstellungen darzulegen und die Future Lab Teilnehmer konnten kreuz und quer wie Bienen zwischen Blumen herumschwirren und sich zur jeweiligen Thematik einbringen.

And so we made it! Nach einem weiteren inputreichen, denk- und diskussionsintensiven Tag haben wir die Brücke fertig gebaut.

Jetzt geht’s ans Eingemachte, weil wir wollen natürlich, dass möglichst viele Leute in Zukunft über unsere Brücke gehen, statt sich weiter über das gespannte, reißende Seil bisheriger Strukturen zu balancieren.

von Anna & Andrea

© Stürmer

oikos Future Lab – Learning Circle Education and Management

Mehr Informationen zum Programm und Fotos

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3 Kommentare zu “oikos Future Lab 2014

  1. „… dass möglichst viele Leute in Zukunft über unsere Brücke gehen, statt sich weiter über das gespannte, reißende Seil bisheriger Strukturen zu balancieren.“ das werde ich dir so stehlen! ur guter Satz! und klingt nach einem wirklich tollem Future Lab

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  2. ab und zu erhascht mich ein geistesblitz und dann komm ich auf solche ideen 😀 wenn dann noch wer drüber liest entstehen sogar richtige deutsche sätze 😀

    und ja. war ein richtig nettes future lab wieder, fast besser als letztes jahr weil ich nicht mehr so überfordert war mit allem rund um mich herum 😉

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  3. Pingback: FutureLab 2015: Day 1 – #MakeEducationMatter | Oikos Vienna

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