oikos Vienna

students for sustainable economics and management


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Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtswahnsinn

Die Vorweihnachtszeit sollte eigentlich ruhig und besinnlich sein. Das kalte Wetter bietet es richtig an, sich zu Hause einzukuscheln, einen Tee zu trinken und einfach nur zu entspannen. Leider ist diese Zeit für mich meistens die stressigste des ganzen Jahres. Aber dieses Jahr möchte ich mich ganz bewusste dazu entscheiden, diese Zeit stressfrei zu gestalten, so gut wie möglich eben. Doch wie soll ich das schaffen?

Ich bin vor ein paar Tagen über die Mariahilfer Straße spaziert, noch bevor es offiziell Dezember war und der Wahnsinn endgültig losging. Fast alle Menschen die ich gesehen habe, waren gestresst und damit beschäftigt so viel wie möglich so billig wie möglich einzukaufen. Ich bin in ein Geschäft gegangen, um ein einziges Produkt zu kaufen, und war einfach nur überfordert. Wie soll man bei den Unmengen an Produkten nicht überfordert sein? Es ist auch irgendwie verständlich, dass viele Menschen einfach kaufen ohne darüber nachzudenken. Es ist ja kaum möglich ein Geschäft zu betreten, ohne vermittelt zu bekommen, dass man natürlich absolut alles braucht, was sie verkaufen. Wenn man dann auch noch von eine*r Verkäufer*in angesprochen wird, der/die versucht einen davon zu überzeugen, dass man noch das 10te Produkt unbedingt dazu kaufen soll, ist man schon am Rande der Verzweiflung. Ich kann wirklich verstehen, dass es für viele oft schwieriger ist bewusste etwas nicht zu kaufen oder in ein Geschäft zu gehen und nur die Dinge zu kaufen, die man tatsächlich braucht und verwenden wird.

Als ich an dem Tag nach Hause kam, war ich auch gestresst. Ich dachte an all die Menschen die ich gern habe und, dass ich ihnen natürlich auch gerne zeigen möchte, wie viel sie mir bedeuten. Und durch meinen kurzen Ausflug in die Einkaufswelt wurde mir auch sehr deutlich vermittelt, dass man einem Menschen doch dadurch die meiste Freude macht, dass man ihm/ihr etwas kauft. Dann fühlt man sich tatsächlich schnell gestresst, denn immerhin ist die Zeit knapp, um für alle das perfekte Geschenk zu kaufen. ABER HALT STOPP!An diesem Moment habe ich meinen Gedankenzug gestoppt und innegehalten. Ein paar mal ruhig Ein- und Ausatmen und reflektieren, und ja genau, da war ja etwas: Es gibt noch ganz andere, viel schönere Arten, jemandem zu zeigen, wie gern man ihn/sie hat. Dazu muss man sich nicht stressen und auch kein Geld ausgeben. Und wenn es erst nach Weihnachten ist, dann ist das auch nicht schlimm – denn man kann seinen Liebsten das ganze Jahr über eine Freude machen.

Ich habe auch kein allgemeines Konzept gegen den vorweihnachtlichen Stress, aber ein paar Ideen, die ich gerne mit euch teilen möchte:

  • Stichwort: anderen eine Freude machen ohne zu konsumieren
    Wenn ich mich gestresst fühle durch den allgegenwärtigen Konsumzwang, versuche ich mal einen Moment innezuhalten, und mir zu überlegen, was mir der Konsum den bringen würde und ob ich diesen Effekt nicht auch anders erzielen kann.
  • Stichwort: das Leben geht auch im neuen Jahr wie gehabt weiter
    Nur weil mit Ende Dezember das Jahr zu Ende geht, heißt es nicht, dass bis dahin alles fertig sein muss. Es ist in Ordnung, wenn man sich Dinge für das neue Jahr aufhebt.
  • Stichwort: Weniger ist mehr
    Es ist nicht notwendig auf jeden Christkindlmarkt und auf jede Weihnachtsfeier der Stadt zu gehen. Und es gibt auch total coole alternative Weihnachtsmärkte, bei denen man nicht oder zumindest weniger von Konsumzwängen umgeben ist.

Ich bin neugierig: Was macht ihr denn, um in der Weihnachtszeit nicht gestresst zu sein? Ich freue mich über all eure Geschichten, Tipps und Tricks 🙂

written by Beata

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CHALLENGE OUR ECONOMY

Bei oikos Vienna wird immer am Beginn des Studienjahres ein Thema beschlossen, welches den Rahmen für Talks oder auch Social Media Kampagnen bildet. Das Jahresthema ist der rote Faden für alle Dinge, die während dem Jahr gemacht werden. Dieses Jahr haben wir uns für das Thema „CHALLENGE OUR ECONOMY“ entschieden – doch was bedeutet das eigentlich?

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Naht die Rettung der Weltmeere?! – The Ocean Cleanup ist gestartet

Das vielversprechende Projekt The Ocean Cleanup vom 24-jährigen Boyan Slat und seiner eigens dafür eingerichteten Stiftung ist Anfang September gestartet. Der Niederländer möchte mit seinem Projekt die Weltmeere von 50% des Plastikmülls befreien. Das 600 Meter lange System steuert derzeit im Pazifik auf den größten Müllstrudel der Erde zu und wird dort Plastikmüll zusammentreiben und einsammeln. Der pazifische Müllstrudel zwischen Kalifornien und Hawaii ist in etwa viermal so groß wie Deutschland. Es gibt zudem vier weitere Plastikstrudel in den Ozeanen. Das System, das den Müll einsammelt, besteht nach Angaben der Organisation aus einer schwimmenden Wand, die Plastikteile in einer Tiefe von bis zu drei Metern zusammentreibt. So soll der Müll gesammelt und von Schiffen abtransportiert werden. Die im Meer lebenden Tiere sollen unter der Wand hindurchschwimmen können.

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A wonderful week full of self-development, educational methods and sustainability projects – Edutopia Summer School 2018

On 7 July 2018, 14 participants from many different countries and diverse professional backgrounds and the Edutopia team came together from all around the world to start the Edutopia Summer School 2018 in Vienna. The goal of Edutopia is to develop a new model of university education for future changemakers, showing that a space of freedom and inspiration enables learning on various levels.

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Generalversammlung 2018

Da das oikos-Jahr 2017/18 mit dem Semesterende auch zu seinem Ende kam, wurde am 1. Juli die Generalversammlung einberufen. Was so offiziell klingt, ist auch tatsächlich so, denn oikos Vienna ist ein eingetragener Verein und muss daher ein paar Verpflichtungen für Vereine nachkommen. Was allerdings nicht bedeutet, dass daraus eine langweilige Veranstaltung geworden ist. Das tolle an einer Generalversammlung ist vor allem, dass der scheidende Vorstand und die anwesenden Mitglieder das vergangene Jahr Revue passieren lassen und Erfahrungen sowie Erfolgsgeschichten dem gesamten Verein vorgestellt werden.  Weiterlesen


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Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Die Sommerferien haben begonnen, und viele von euch machen sich schon bereit für den wohlverdienten Urlaub. Immer wenn ich meinen Koffer packen muss, überkommt mich allerdings das schlechte Gewissen, weil ich mich daran erinnere, dass man beim Reisen meistens seinen ökologischen Fußabdruck vergrößert und die Umwelt belastet. Falls es euch auch so geht, dann habe ich heute ein paar Tipps und Tricks für euch, wie ihr zumindest eure Packliste ökologischer machen könnt.

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Walk the Walk, Talk the Talk – Klimawandern durch Österreich.

Wusstest du, dass Österreich, sowie der restliche Alpenraum, bereits heute eine Klimaerwärmung von +2 Grad Celsius seit 1880 verzeichnet – und somit doppelt so stark vom Klimawandel betroffen ist als der globale Durchschnitt? (vgl. cipra.org).

Aus diesem Grund werden Lina und Sebastian, mit dem ECOGNIZE Workshop zum Sustainable Development Goal Nr. 13 (Climate Action) im Gepäck, welcher in einer Zusammenarbeit von oikos Vienna und Generation Earth entstand, die kommenden zwei Monate einmal quer durch Österreich „klimawandern“, und besagten Workshop für Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren halten.

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